20.12.2012 14:50
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Spaniens Banken erhalten 39 Milliarden Euro von Euro-Partnern

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Spanien bekommt zur Rettung seiner Banken insgesamt 39 Milliarden Euro von den Euro-Partnern. Diese Summe hat EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Donnerstag in Brüssel genannt. "Es handelt sich hier um eine Zahl, die weitaus niedriger liegt als die 100 Milliarden Euro, die als Höchstbetrag in der Vereinbarung vorgesehen waren", sagte der EU-Kommissar. "Das ist eine gute Nachricht für den europäischen Steuerzahler."

 

    Spaniens Banken leiden unter dem Platzen der Immobilienblase und sitzen auf faulen Krediten in Milliardenhöhe. Der spanische Staat musste zahlreiche Banken auffangen und schafft dies nicht aus eigener Kraft. Die Euro-Länder hatten daher im Juli pauschal ein Sonderprogramm für Spaniens Krisenbanken von 100 Milliarden Euro zugesagt.

 

    Nach Worten Almunias stehen die spanischen Banken nun wieder solide da: "Was die Zukunft angeht, ist die Ausstattung der spanischen Banken gut. Sie sind solide."

 

    Die Hilfe stand unter dem Vorbehalt der Erlaubnis durch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission. Bereits Ende November hatte Brüssel 37 Milliarden Euro für die vier großen Institute - darunter die Großbank Bankia - freigegeben. Am Donnerstag genehmigte die EU-Kommission nun für eine zweite Gruppe Notkredite der Euro-Partner von knapp 1,9 Milliarden Euro. Die Beihilfen seien mit dem EU-Recht vereinbar, lautete die Begründung. Dabei geht es um die vier Institute Liberbank, Caja3, Banco Mare Nostrum (BMN) und Banco CEISS.

 

    Insgesamt brauchen die spanischen Banken nach Worten Almunias ungefähr 57 Milliarden Euro Kapital. Neben dem Beitrag der Euro-Länder werde die Restsumme von 18 Milliarden Euro von den Aktionären, Anteilseignern sowie durch Maßnahmen der Banken selbst aufgebracht.

 

    Die Gelder der Euro-Länder werden aus dem Euro-Rettungsfonds ESM kommen und in den nächsten Wochen an den staatlichen Bankenrettungsfonds Spaniens (Frob) fließen. Dieser soll das Geld nutzen, überschuldete Geldhäuser mit neuem Kapital auszustatten.

 

    Dabei ist die Hilfe mit harten Einschnitten verbunden. So haben sich die vier Banken laut EU-Kommission dazu verpflichtet, radikal um bis zu 40 Prozent zu schrumpfen. Sie müssen Töchter und Beteiligungen verkaufen, aus risikoreichen Geschäften aussteigen und sich aus dem Immobiliengeschäft zurückziehen. Auf diese Weise sollen die Banken wieder rentabel werden.

 

    Die jetzigen Hilfen haben nichts zu tun mit der geplanten direkten Rekapitalisierung von Banken aus dem Euro-Rettungsfonds ESM, von dem spanischen Banken möglicherweise in Zukunft auch profitieren könnten. Denn künftig soll der ESM Krisenbanken ohne Umweg über den Staat direkt Kredite geben. Voraussetzung dafür ist eine neue europäische Bankenaufsicht, die die EU-Finanzminister vergangene Woche auf den Weg gebracht hatten. Sie soll im März 2014 voll einsatzfähig sein./mt/DP/jkr

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Dow Jones leicht im Plus -- Vonovia dank Übernahme mit Gewinnsprung -- Moody's stuft China erstmals seit 1989 ab -- Tiffany, Rocket Internet, GfK-Index im Fokus

Elon Musk lässt aufhorchen: Werden Teslas zu Wlan-Hotspots? MediGene-Aktie springt kräftig an. EZB sieht in möglicher Korrektur am Anleihenmarkt eine Gefahr. Glencore erwägt Kauf des Rivalen Bunge. Nach HV: Pfeiffer Vacuum-Aktie bleibt gefragt. MorphoSys hofft auf zügige US-Zulassung von wichtigem Schuppenflechte-Mittel. GfK-Index beflügelt.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
MediGene AGA1X3W0
BASFBASF11
MorphoSys AG663200
EVOTEC AG566480
Allianz840400
BMW AG519000
Infineon AG623100
Nordex AGA0D655