-->-->
15.03.2013 16:45
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Spaniens Staatsschulden auf Rekordhöhe - Portugal erhält Aufschub

    MADRID/LISSABON (dpa-AFX) - Trotz der drastischen Einsparungen der Madrider Regierung sind die Schulden des spanischen Staates im vorigen Jahr auf Rekordhöhe gestiegen. Wie die spanische Zentralbank am Freitag mitteilte, betrugen die Staatsschulden im Dezember 2012 rund 884 Milliarden Euro. Das entspricht 84,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Nach den Euro-Stabilitätskriterien sind höchstens 60 Prozent der Wirtschaftsleistung erlaubt.
-->

    Im Vergleich zum Dezember 2011 erhöhte sich der Anteil des Schuldenbergs am BIP um den Rekordwert von 14,8 Prozentpunkten. Zum Anstieg des Schuldenbergs trug vor allem die Neuverschuldung des Zentralstaates bei. Die Einsparungen durch die hohen Zinsen für Staatsanleihen wurden größtenteils aufgezehrt. Außerdem schlugen sich die EU-Hilfskredite zur Sanierung maroder Banken in Höhe von rund 40 Milliarden Euro auf die Schulden des Staates nieder. Neben dem Zentralstaat häuften auch die Regierungen der einzelnen Regionen des Landes neue Schuldenberge an.

    Auch vom Euro-Sorgenland Portugal kamen schlechte Nachrichten. Der Spanien-Nachbar verpasste sein für 2012 vereinbartes Defizitziel von 5,0 Prozent. Stattdessen werde es zwischen 6 und 6,6 Prozent liegen, teilte Finanzminister Vítor Gaspar mit. Lissabon soll nun ein Jahr mehr Zeit zum Sparen erhalten. Lissabon müsse beim Haushaltsdefizit erst 2015 (statt 2014) wieder die eigentlich maximal erlaubte Marke von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen. Das habe die EU-Kommission vorgeschlagen, erklärte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Dies werde von der "Troika" aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) unterstützt.

    In ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht begründen die Kontrolleure dies mit der kriselnden Konjunktur: "Die schwächeren Wirtschaftsaussichten erfordern eine Anpassung des Vorgehens beim Haushaltsdefizit."

    Demnach wird mit Portugal für dieses Jahr ein Defizit von 5,5 Prozent der Wirtschaftsleistung (statt bisher 4,5 Prozent) und 2014 von 4 Prozent vereinbart. Erst 2015 soll der Wert auf 2,5 Prozent sinken. Die EU-Finanzminister müssen dies noch endgültig beschließen.

    EU, EZB und IWF hatten Portugal 2011 ein Hilfspaket über 78 Milliarden Euro gewährt, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Das ärmste Land Westeuropas hatte sich dafür zu einem strengen Sparkurs verpflichtet.

    Wie Spanien steckt auch Portugal tief in der Rezession. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung werde in diesem Jahr mit 2,3 Prozent mehr als doppelt so stark ausfallen wie im Staatsetat für 2013 (1,0 Prozent) vorgesehen, berichtete Gaspar. Die Arbeitslosenrate werde voraussichtlich von gegenwärtig rund 16 Prozent schon dieses Jahr auf 18,2 Prozent klettern.

    Mehrere Länder hatten wegen der Rezession in Europa zuletzt in Brüssel um mehr Zeit gebeten. So hatte die EU-Kommission auch Spanien, das ein Hilfspaket für seinen Bankensektor erhält, einen Aufschub zugestanden./bbi/hk/er/mt/DP/jkr

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX vorbörslich in Wartestellung -- Asiens Börsen uneinig -- Mächtige Spionage-Software für Apple iPhones entdeckt -- VW-Vergleichsangebot im Abgas-Skandal kommt bei US-Kunden gut an

Intel und Microsoft arbeiten daran: Aus Virtual und Augmented Reality wird "Merged Reality". Japan kommt aus negativer Inflation nicht heraus. GfK-Index: Konsumlaune steigt trotz Terror und Brexit-Schock. Führende US-Notenbanker sprechen sich für baldige Zinserhöhung aus. Finnland will monatliches Grundeinkommen von 560 Euro testen.
Wer ist die bestbezahlte Schauspielerin der Welt im Jahr 2016?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die Top 10

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->