28.01.2013 17:41
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Spannung bei der 'Frankfurter Rundschau' - Gläubiger schweigen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gläubiger der "Frankfurter Rundschau" haben nach dpa-Informationen über die Zukunft der insolventen Traditionszeitung entschieden. Nach dem Gespräch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter in Frankfurt am Montag wurde allerdings striktes Stillschweigen vereinbart. Zunächst werde an diesem Mittwoch (11.30 Uhr) die "FR"-Belegschaft darüber informiert, ob es für die Zeitung und die verlagseigene Druckerei eine Zukunft gebe oder ob die Tage für das Blatt gezählt seien, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Frank Schmitt. Die Gläubiger wollten ursprünglich bis zum Dienstag über Alternativen für den Verlag entscheiden.

 

    Die "FR" hatte Mitte November angesichts massiver Verluste Insolvenz angemeldet. Noch bis zum Freitag hätte ein möglicher Investor Zeit, Zeitung und Personal zu übernehmen.

 

    Insgesamt stehen rund 450 Arbeitsplätze auf dem Spiel, davon etwa die Hälfte im Druckzentrum. Als Interessent war zuletzt auch immer wieder die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) genannt worden. "Es ist selbstverständlich, dass wir uns das in einer solchen Situation genau anschauen müssen", sagte "FAZ"-Geschäftsführer Tobias Trevisan am Montag. Details nannte er aber nicht. Er äußerte sich auch nicht zu Gerüchten über eine Übernahme von "FR"-Redakteuren.

 

    Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" erwägt die eher konservativ ausgerichtete "FR"-Konkurrentin "FAZ", die Rundschau in abgespeckter Form als Regionalzeitung mit etwa 30 Redakteuren weiterzuführen. Für zahlreiche Mitarbeiter würde diese Alternative die Entlassung bedeuten. Für die verlagseigene "FR"-Druckerei soll sich laut "Hamburger Abendblatt" die türkische Çalik Holding interessieren, hieß es weiter. Der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Frank Schmitt hatte am Wochenende gesagt, es seien noch mehrere Interessenten an Bord./mov/DP/stb

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?