ROUNDUP: Spezialglashersteller Schott wenig optimistisch
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach 2010/11 (30. September) auf 139 Millionen Euro ein - nach 263 Millionen im Vorjahr. Das Unternehmen habe vor allem im Geschäftsbereich Photovoltaik unter Überkapazitäten und einem anhaltend starkem Preisverfall gelitten, sagte Vorstandschef Udo Ungeheuer. Asiatische Billiganbieter machen Schott zu schaffen. Auch die gestiegenen Energiepreise hätten sich negativ ausgewirkt.
Dass sich der Jahresüberschuss mit 109 Millionen (Vorjahr: 108 Mio) Euro kaum änderte, lag laut Schott auch an der Auflösung von Rückstellungen in Millionenhöhe. Diese seien für Geschäfte gebildet worden, die der Spezialglashersteller inzwischen eingestellt habe. Der Umsatz legte um ein Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro zu.
Für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 zeigte sich der Ungeheuer nicht sehr optimistisch. Die Entwicklung sei sehr herausfordernd. "So wird sich auch das operative Ergebnis darstellen." Eine konkrete Prognose legte das Mainzer Unternehmen nicht vor.
Schott hatte sich im Januar überraschend aus dem Geschäft mit Solar-Silizium zurückgezogen und das mit fehlender Wirtschaftlichkeit begründet. Die Mainzer stellen Spezialgläser und andere Materialien wie Kunststoffe für die Hausgeräteindustrie, die Solar- und Pharmabranche her. Die Zahl der Beschäftigten lag zum Ende des Geschäftsjahrs bei rund 17 500 - rund 300 weniger als im Vorjahr./vr/DP/zb


