04.07.2012 11:47
Bewerten
 (0)

ROUNDUP/Studie: Eurokrise lässt Europas Top-Konzerne an Gewicht verlieren

    STUTTGART (dpa-AFX) - In der globalen Rangliste der 100 teuersten börsennotierten Unternehmen verliert Europa laut einer Studie weiter an Gewicht. Mit 32 Treffern in der Top-100-Liste macht Europa nicht einmal mehr ein Drittel aus. Vor 18 Monaten dagegen waren es noch 36 Konzerne gewesen. Bei den USA ist der Trend umgekehrt: Stellten die Staaten im Vorkrisenjahr 2007 nur 32 der 100 teuersten Unternehmen der Welt, sind es aktuell 43. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Die Untersuchung lag der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch vor.

 

    Die sinkende Bedeutung Europas in dem nach US-Dollar erstellten Ranking sei nur zum Teil auf den schwachen Euro zurückzuführen, sagte Ernst-&-Young-Partner Thomas Harms. Hauptursache sei vielmehr die lodernde Schuldenkrise in der Eurozone und die daraus resultierenden Unsicherheiten über die Entwicklung der Staatengemeinschaft. "Die Schuldenkrise schwebt derzeit wie ein Damoklesschwert über Europa."

 

    Wie im Vorjahr schafften es vier deutsche Unternehmen in die Top-100: Siemens (Rang 71), SAP (77), Volkswagen (Volkswagen vz) (80) und BASF (97). Vier der fünf teuersten Unternehmen sind US-amerikanisch. Der Computerhersteller Apple und der Energieriese Exxon führen die Liste an. Chinas Ölkonzern Petrochina erreicht Platz drei. Es folgen der Softwaregigant Microsoft und der Einzelhandelskonzern Wal-Mart (Wal-Mart Stores) .

 

    Ende Juni war Apple 546 Milliarden US-Dollar wert (etwa 434 Mrd. Euro). Exxon lag mit rund 400 Milliarden Dollar deutlich dahinter. Der deutsche Spitzenreiter Siemens kam auf etwa 77 Milliarden Dollar.

 

    Nach seiner Feuertaufe auf dem Handelsparkett rangiert der Internetkonzern Facebook (Rang 75) in Sichtweite hinter Siemens.

 

    Angesichts der ungelösten Staatsschuldenkrise in Europa sprach Harms von großer Verunsicherung. Das gelte für die Anleger, "die mit Investments in europäische Unternehmen besonders zurückhaltend sind, aber auch bei den Unternehmen selbst, die angesichts der schwachen Konjunkturentwicklung ihre Investitionen zurückfahren".

 

    Der Nachteil Europas ist für die USA von Vorteil. Ihr Trend zu mehr Bedeutung in der Liste scheint ungebrochen: Nach 40 Treffern in den Top-100 zum Jahresanfang sind es nun schon 43. Harms erläuterte: "Die US-Wirtschaft hat sich in diesem Jahr relativ gut entwickelt, und immer wieder schaffen es die USA, Unternehmen hervorzubringen, die sich binnen relativ kurzer Zeit in die Weltspitze hocharbeiten. Diese Innovationskraft ist die große Stärke der amerikanischen Wirtschaft, die sich auch im Ranking widerspiegelt."

 

    Auch mit Blick auf die Top-300 lassen die USA nicht nach. Sie stellen 114 Plätze - vor anderthalb Jahren waren es noch 98 gewesen. Wird der Kontinent Nordamerika zusammengefasst, kommt er bei steigender Tendenz auf 129 Platzierungen. Europa (inklusive Russland) erreicht in den Top-300 dagegen nicht einmal ein Drittel und sichert sich nur 90 Platzierungen - acht weniger als Ende des Jahres 2010. Die Währungsgemeinschaft der Eurozone stellt in den Top-300 nur noch 41 Unternehmen. Vor anderthalb Jahren waren es noch 48 gewesen. Seit Ende 2010 verbesserte sich unter den Euro-Ländern lediglich Irland.

 

    Deutschland mit seinen vier Top-100-Vertretern schlägt sich recht wacker. Die Marktkapitalisierung des deutschen Quartetts - also der jeweilige Aktienkurs multipliziert mit der Stückzahl der Papiere - legte in den vergangenen sechs Monaten um ein Prozent zu. Zum Vergleich: Das mit ebenfalls vier Treffern vertretene Frankreich büßte 15 Prozent ein. Die US-Unternehmen legten dagegen spürbar mit einer 14-prozentigen Verbesserung ihrer Marktkapitalisierung zu.

 

    Im Länderranking teilt sich Deutschland mit seinen vier Treffern Rang vier mit Australien, Frankreich und Japan. Hinter dem Spitzenreiter USA folgen Großbritannien mit 11 und China mit 10 Treffern. Wird die Marktkapitalisierung aller vier deutschen Top-100-Unternehmen zusammengerechnet, reicht es dagegen nur für den achten Platz - hinter Brasilien, Japan und der Schweiz etwa.

 

    Allerdings sind Börsenkurse immer auch eine Art Wette auf die Zukunft und spiegeln Erwartungen und Hoffnungen wider. Reale Gegenwerte wie etwa Produktionsanlagen, Werke und das Wissen der Mitarbeiter spielen mitunter nur eine untergeordnete Rolle./loh/DP/nmu

 

Nachrichten zu Apple Inc.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Apple Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
27.08.2015Apple OutperformWells Fargo & Co
13.08.2015Apple buyUBS AG
11.08.2015Apple HoldJefferies & Company Inc.
11.08.2015Apple buyUBS AG
06.08.2015Apple overweightMorgan Stanley
27.08.2015Apple OutperformWells Fargo & Co
13.08.2015Apple buyUBS AG
11.08.2015Apple buyUBS AG
06.08.2015Apple overweightMorgan Stanley
05.08.2015Apple buyMorningstar
11.08.2015Apple HoldJefferies & Company Inc.
05.08.2015Apple NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
22.07.2015Apple Market PerformCowen and Company, LLC
28.04.2015Apple NeutralMizuho
24.04.2015Apple HoldDeutsche Bank AG
21.10.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.09.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.09.2013Apple verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.05.2013Apple verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
06.03.2013Apple verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Apple Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Apple Inc. Analysen

Heute im Fokus

EZB-Geldpolitik treibt DAX über 10.300er-Marke -- Dow rettet leichtes Plus -- IWF ruft US-Notenbank zur Verschiebung von Zinswende auf -- Evonik, Deutsche Bank, ZEAL Network im Fokus

Software AG kauft eigene Aktien. Commerzbank: Risikovorstand Schmittmann scheidet zum Jahresende aus. UniCredit prüft Abbau von rund 10.000 Stellen. Deutsche Börse beginnt mit Aktienplatzierung. Air Berlin könnte 1.000 Stellen streichen. Kabel Deutschland-Aktie verschwindet vom Kurszettel. Schaefflers weiter reichste Deutsche. Schlappe für Allianz: Pimcos Top-Fonds fällt unter 100 Milliarden Dollar. VWs Finanzchef Pötsch wird Piëch-Nachfolger.
Deutsche Bank unter den Top 20

Welches Land hat die glücklichste Volkswirtschaft?

So plaziert sich Deutschland

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Was verdient man bei Google?

Welcher Darsteller verdient am meisten?

Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?

Produkte von Google, die keiner kennt

Heute sind sie Milliardäre

mehr Top Rankings

Umfrage

In den zurückliegenden Jahren kletterten die Börsen zum Teil erheblich. Haben Sie analog dazu Ihren Zertifikate-Anteil im Portfolio erhöht?