DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Stahlproduzent
ThyssenKrupp will mit der Deutschen Bahn wieder ins Geschäft kommen und arbeitet deshalb die Vorwürfe von Preisabsprachen beim Schienenverkauf auf. ThyssenKrupp führe Gespräche mit der Deutschen Bahn, unter anderem über eine Entschädigung, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Damit bestätigte er einen Bericht des "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). An der Frankfurter
Börse lag die
Aktie im Mittagshandel um 0,06 Prozent im Minus bei 17,94 Euro. Indes stand der
Dax (
DAX) minimal im Plus bei 5.890,34 Punkten.
Der Ruhrkonzern hat zuvor wegen dieser Sache rund ein Dutzend Mitarbeiter bei der Tochter GFT Gleistechnik entlassen. Interne Ermittlungen hätten ergeben, dass es Verfehlungen gegeben habe. Daher sei es verständlich, wenn die Bahn für das erlittene Unrecht entschädigt werde. ThyssenKrupp hatte im Verbund mit Voestalpine (VOGT electronic) , CMC Trinec (heute Moravia Steel) und anderen Stahlfirmen Preise und Mengen auf dem deutschen Schienenmarkt abgesprochen. Hauptgeschädigte war die Deutsche Bahn, die beim Schienenkauf seit Mitte der 90er-Jahre bis zu 30 Prozent zu viel zahlen musste. Die Schadenssumme beläuft sich auf bis zu eine Milliarde Euro. Die Beteiligung an dem Schienenkartell wird ThyssenKrupp einen dreistelligen Millionenbetrag kosten./fn/dct/wiz