06.09.2013 16:11
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Tourismus rettet Griechenland - Wirtschaft schrumpft langsamer

DRUCKEN
    ATHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die Wirtschaft im pleitebedrohten Griechenland schrumpft deutlich langsamer. Im zweiten Quartal des Jahres fiel die Wirtschaftsleistung nach neuesten Berechnungen um 3,8 Prozent. Vorläufige Zahlen hatten noch ein Minus von 4,6 Prozent gezeigt. Das Statistikamt korrigierte am Freitag in Athen die Angaben. Anfang 2013 war die Wirtschaft noch um 5,6 Prozent geschrumpft. Ursache der positiven Entwicklung sei hauptsächlich der Tourismus, der dieses Jahr in Griechenland mit mehr als 17 Millionen erwarteten Besuchern und bis zu 11,5 Milliarden Euro Einnahmen einen neuen Rekord erzielen soll.

    Der Umsatz sei nach Angaben der Statistikbehörde im Bereich Gastronomie und Hotellerie um 5,3 Prozent gestiegen. Die griechischen Hoteliers führen den Aufschwung sowohl auf innen- als auch auf außenpolitische Gründe zurück: In Griechenland hat es in den vergangenen Monaten kaum Ausschreitungen gegeben, und die Streiks haben deutlich nachgelassen. Zudem haben Griechenland und andere europäische Mittelmeerstaaten diesen Sommer einen Teil der Verluste der Tourismusbranche aus Nordafrika und vor allem aus dem krisenerschütterten Ägypten für sich nutzen können.

    "Die Tourismus-Branche unseres Landes verfügt über enormes Know-how und großes Potenzial", sagte Iossif Parsalis, Geschäftsführer von Marketing Greece, die die griechische Hotellerie- und Tourismusbranche vertritt, der Nachrichtenagentur dpa. Bis zum Jahr 2019 könnten 360 000 neue Jobs entstehen - dies entspricht in etwa der Anzahl der Arbeitslosen im Jahr 2009. Mehr als 688 000 Griechen waren 2012 in der Reisebranche beschäftigt, hieß es.

    Volkswirte erwarten einen ersten Hoffnungsschimmer für 2014 mit einem marginalen Plus von 0,2 bis 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum. Die Lage auf dem griechischen Arbeitsmarkt ist jedoch weiter dramatisch: 27,6 Prozent haben keinen Job.

    Die Eurogruppe rechnet trotz Anzeichen der Besserung mit einem weiteren Finanzhilfebedarf Griechenlands nach Auslaufen der bisherigen Rettungsprogramme. Offizielle Zahlen wurden bisher nicht genannt. Nicht damit zu verwechseln ist der Brutto-Finanzbedarf, den der Internationale Währungsfonds (IWF) für die Jahre 2015 bis 2020 errechnet hat. In den Berechnungen, die der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Berlin vorlagen, wird von knapp 47 Milliarden Euro ausgegangen. Der Bruttofinanzbedarf umfasst das staatliche Finanzierungsdefizit sowie den Finanzbedarf aufgrund zu tilgender Staatsanleihen und sonstiger zu tilgender Darlehen./tt/DP/bgf

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schließt leichter -- Sinn: Krise der Eurozone nicht vorbei -- Morgan Stanley-Chef: Bitcoin könnte weitere 700% steigen -- Tesla stellt Lkw & Roadster vor

Apple verschiebt Marktstart seines smarten Lautsprechers. Air-Berlin-Chef: Etihad wollte schon vor einem Jahr aussteigen. Tausende protestieren bei Siemens gegen Stellenabbau. Londoner Startup will Bitcoin zum normalen Zahlungsmittel machen. Foot Locker: Hoffnung auf anziehende Sportschuh-Käufe in den USA.

Top-Rankings

KW 46: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 45: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die Länder mit den größten Goldreserven 2017
Wo lagert das meiste Gold?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Die besten Städte für Londoner Banker
Welche Stadt bietet die meisten Vorteile?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass eine Jamaika-Koalition zustande kommt?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
BMW AG519000
BASFBASF11
Allianz840400
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
Siemens AG723610
adidas AGA1EWWW
Deutsche Telekom AG555750
Coca-Cola Co.850663