05.02.2013 12:15
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: UBS tief im Minus - Milliardenkosten für Konzernumbau und Libor-Buße

    ZÜRICH (dpa-AFX) - Der radikale Konzernumbau sowie der Libor-Skandal und Abschreibungen im Investmentgeschäft haben der Schweizer Großbank UBS erneut tiefrote Zahlen eingebrockt. 2012 habe sich das Minus insgesamt auf 2,5 Milliarden Franken (rund 2 Mrd Euro) belaufen, teilte der Finanzkonzern am Dienstag in Zürich mit. Der Deutsche-Bank-Konkurrent verbuchte damit den vierten Jahresverlust seit Ausbruch der Finanzkrise 2007.

 

    2011 hatte die UBS allerdings noch 4,1 Milliarden Franken verdient. Der Verlust im Jahr 2012 fiel zudem geringer aus, als von Analysten erwartet - sie hatten mit einem Minus von etwa drei Milliarden Franken gerechnet. Zudem demonstrierte die UBS Kapitalkraft, indem sie ankündigte, eigene Anleihen für bis zu fünf Milliarden Franken zurückzukaufen. Ihren Aktionären zahlt die Bank ungeachtet der Minus-Bilanz eine um 50 Prozent auf 0,15 Franken je Anteilsschein erhöhte Dividende.

 

AKTIE IM AUF UND AB

 

    Die Aktien der UBS schwankten im Tagesverlauf kräftig. Zuletzt lagen sie knapp ein Prozent im Minus bei 15,47 Franken und entwickelten sich damit deutlich schwächer als der Markt. Von Börsianern hieß es, bei den Zahlen gebe es Licht und Schatten. Ein Analyst äußerte sich positiv über die Kernkapitalquote, bemängelte aber die Gewinnqualität.

 

    Im Dezember hatte die UBS bekanntgegeben, wegen Manipulationen des Referenzzinssatzes Libor durch mehrere ihrer Mitarbeiter rund 1,4 Milliarden Franken an Aufsichtsbehörden der USA, Großbritanniens und der Schweiz zahlen zu müssen. Zudem bildete sie wegen Klagen im Geschäft mit Wertpapieren, die durch Hypotheken abgesichert wurden, Rückstellungen. Hinzu kommen höhere Kosten durch die Neubewertung von Schulden. Auch im laufenden Jahr rechnet die UBS nach Aussage von Finanzchef Tom Naratil weiter mit erhöhten Aufwendungen für Rechtsfälle.

 

RISIKEN REDUZIERT

 

    Als positiv werteten Branchenkreise am Dienstag, dass UBS 2012 ihre Bilanzrisiken weiter reduzieren konnte. So wurde die Eigenkapitalquote auf Basis der "Basel III"-Richtlinien - wobei es im Kern um strengeren Kapitalregeln für Banken geht - zum Jahresende auf 9,8 Prozent erhöht. Damit hat die UBS bereits jetzt fast die erst ab 2019 vorgeschriebene Mindestquote von zehn Prozent im Kasten.

 

    UBS-Chef Sergio Ermotti verwies auf "entscheidende Fortschritte". Die Bank sei gestärkt ins neue Jahr gestartet. 2013 gebe es aber wegen der schwelenden Euro-Schuldenkrise und der US-Haushaltsprobleme weiter erhebliche Risiken.

 

NEUES BONUSMODELL

 

    Nach harscher Kritik seitens der Aktionäre kündigte die UBS ein neues Vergütungsmodell für ihr Spitzenpersonal an: Boni sollen länger aufgeschoben und weniger in bar ausbezahlt werden sowie an mehrjährige Leistungskriterien sowie Kapitalquoten gekoppelt werden. 2012 wurden Boni gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 2,5 Milliarden Franken gesenkt.

 

    Insgesamt reduzierte die UBS die Kosten seit Mitte 2011 um 1,4 Milliarden Franken. Die Zahl der Vollzeitstellen sank 2012 Jahresfrist von noch knapp 65.000 auf rund 62.600. Im Oktober hatte die UBS angekündigt, das teure Investmentbanking stark einzudampfen und bis zu 10.000 weitere Stellen zu streichen. Die Zahl der Angestellten soll damit auf 54.000 sinken. Ende 2007 hatte die UBS noch mehr als 83.000 Beschäftigte./zb/bur/DP/kja

 

Nachrichten zu UBS AG (N)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu UBS AG (N)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.01.2015UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
13.01.2015UBS overweightMorgan Stanley
13.01.2015UBS buyDeutsche Bank AG
12.01.2015UBS buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.01.2015UBS NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
15.01.2015UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
13.01.2015UBS overweightMorgan Stanley
13.01.2015UBS buyDeutsche Bank AG
12.01.2015UBS buySociété Générale Group S.A. (SG)
07.01.2015UBS overweightBarclays Capital
08.01.2015UBS NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
05.11.2014UBS NeutralCredit Suisse Group
16.10.2014UBS HaltenIndependent Research GmbH
29.09.2014UBS HoldCommerzbank AG
15.09.2014UBS Equal weightBarclays Capital
05.11.2014UBS VerkaufenBankhaus Lampe KG
29.07.2014UBS VerkaufenBankhaus Lampe KG
26.08.2013UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
21.08.2013UBS verkaufenBankhaus Lampe KG
05.02.2013UBS verkaufenKepler Equities, Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für UBS AG (N) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX markant im Plus -- Tesla überrascht mit Quartalszahlen positiv -- Chinas Börsen drehen ins Plus -- Siemens glänzt mit Ergebnissen -- Tesla, Repsol, HeidelbergCement im Fokus

Deutlich mehr prekäre Kredite Wells Fargo. Börsengang der Bahn 'vom Tisch'. Barclays wirft Ballast ab. Repsol trotzt niedrigen Ölpreisen. Höhere Kosten lasten auf Fitbit-Gewinn. BT Group profitiert von Internetkunden. IG Metall droht mit 24-Stunden-Streiks. Ölpreise steigen deutlich. Tesla verfolgt ehrgeizige Pläne.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Indizes als Basiswert sind sowohl bei Anlage- als auch bei Hebelprodukten sehr beliebt. Welchen der folgenden Indizes berücksichtigen Sie primär bei Ihrer Auswahl?