16.11.2012 22:07
Bewerten
 (0)

US-Börsenaufsicht knöpft JPMorgan und Credit Suisse 417 Millionen ab

    WASHINGTON/NEW YORK (dpa-AFX) - Fragwürdige Geschäfte mit Hypothekenpapieren zu Zeiten der Finanzkrise kommen JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) Chase und Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) teuer zu stehen. Die US-Börsenaufsicht SEC kassiert von den beiden Instituten im Rahmen eines Vergleichs insgesamt 417 Millionen Dollar (328 Mio Euro). Die Banken, so der Vorwurf, hätten Investoren getäuscht und diese hätten dadurch hohe Verluste erlitten. Das Geld werde den Geschädigten zugute kommen, erklärte die SEC am Freitag in Washington.

 

    Bei den Hypothekenpapieren handelt es sich um sogenannte Residential Mortgage Backed Securities (RMBS). Banken hatten zu Zeiten des Immobilienbooms in den USA massenhaft Eigenheimkredite zu Paketen gebündelt und an Investoren weiterverkauft. Als die US-Immobilienblase ab 2007 platzte, konnten viele Hauskäufer ihre Raten aber nicht mehr zahlen - und wegen der Ausfälle verloren auch die damit unterlegten Hypothekenpapiere drastisch an Wert. Das war der Ausgangspunkt der Finanzkrise.

 

    Konkret wirft die SEC den Banken vor, die Qualität der Hauskredite zu rosig dargestellt zu haben. JPMorgan Chase muss mit 297 Millionen Dollar den größeren Brocken in dem Vergleich schlucken; auf die Credit Suisse entfallen 120 Millionen Dollar. Beide Institute bestätigten die Einigung, die einen Schlussstrich unter die Ermittlungen der Börsenaufsicht zieht. Beide Banken räumten allerdings keinerlei Schuld ein.

 

    Die Credit Suisse betonte, dass ihr die SEC nur Fahrlässigkeit vorwerfe, aber kein vorsätzliches oder grobfahrlässiges Fehlverhalten. JPMorgan verwies darauf, dass der Großteil der beanstandeten Geschäfte noch auf die Investmentbank Bear Stearns zurückgehe, die 2008 übernommen wurde. Erst vor einem Monat hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman wegen der gleichen Sache öffentlichkeitswirsam Klage gegen JPMorgan Chase eingereicht, die größte US-Bank.

 

    Derartige Hypothekenpapiere seien der "Ground Zero der Finanzkrise" gewesen, sagte SEC-Chefermittler Robert Khuzami. Er arbeitet zusammen mit Schneiderman und anderen Finanzaufsehern und Strafverfolgern in einer eigens von Präsident Barack Obama eingesetzten Arbeitsgruppe zusammen, die Betrügereien mit Hypothekenpapieren nachgehen soll. Obama hatte sich bei seinem Amtsantritt auf die Fahnen geschrieben, die Wall Street zu zügeln. Er trieb die Finanzmarktreform voran, den sogenannten Dodd-Frank Act.

 

    JPMorgan Chase und Credit Suisse sind bei weitem nicht die einzigen Spieler an der Wall Street, denen vorgeworfen wurde, dass sie Investoren mit Hypothekenpapieren über den Tisch gezogen haben sollen. Goldman Sachs hatte vor mehr als zwei Jahren im Rahmen eines ähnlich gelagerten Falles 550 Millionen Dollar (430 Mio Euro) an die SEC gezahlt. Die Ermittlungen wurden auch hier durch einen Vergleich beendet. Das ist üblich, um die komplizierten und damit auch teuren Verfahren abzukürzen./das/DP/he

 

Nachrichten zu Credit Suisse

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Credit Suisse

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.09.2016Credit Suisse verkaufenJP Morgan Chase & Co.
12.08.2016Credit Suisse UnderperformBNP PARIBAS
09.08.2016Credit Suisse buyHSBC
03.08.2016Credit Suisse SellSociété Générale Group S.A. (SG)
29.07.2016Credit Suisse UnderweightJP Morgan Chase & Co.
09.08.2016Credit Suisse buyHSBC
29.07.2016Credit Suisse buyUBS AG
15.07.2016Credit Suisse OutperformRBC Capital Markets
15.07.2016Credit Suisse HoldStifel, Nicolaus & Co., Inc.
13.07.2016Credit Suisse buyUBS AG
29.07.2016Credit Suisse neutralBarclays Capital
29.07.2016Credit Suisse HoldS&P Capital IQ
15.07.2016Credit Suisse HoldBB&T Capital Markets
15.07.2016Credit Suisse Market PerformCowen and Company, LLC
30.06.2016Credit Suisse Equal-WeightMorgan Stanley
22.09.2016Credit Suisse verkaufenJP Morgan Chase & Co.
12.08.2016Credit Suisse UnderperformBNP PARIBAS
03.08.2016Credit Suisse SellSociété Générale Group S.A. (SG)
29.07.2016Credit Suisse UnderweightJP Morgan Chase & Co.
11.07.2016Credit Suisse UnderperformBernstein Research
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Credit Suisse nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt unter 10.400-Punkten -- Wall Street schließt rot -- Commerzbank: 9.000 Stellen und Dividende futsch?-- LANXESS will Chemtura übernehmen -- Deutsche Bank auf Rekordtief -- Ströer im Fokus

Quandt-Erben sortieren BMW-Anteile neu. Griechenland: Gläubiger einig über Führung von Privatisierungsfonds. Stromnetzbetreiber erhöhen Gebühren 2017. EZB-Chef Draghi betont Bedeutung der "Kreditlockerung" für Geldpolitik. ifo-Geschäftsklima hellt sich auf. Audi-Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch verlässt Unternehmen.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?