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29.05.2009 13:18

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ROUNDUP: US-Computerbauer Dell mit Gewinneinbruch

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    ROUND ROCK (dpa) - Der weltweit zweitgrößte Computerbauer Dell <DELL.NAS> <DLCA.FSE> leidet massiv unter dem globalen Einbruch des PC-Marktes. Der Gewinn des US-Konzerns stürzte im vergangenen Geschäftsquartal um 63 Prozent auf 290 Millionen Dollar (209 Mio Euro) ab. Dabei belasteten Dell auch hohe Einmalkosten für den Konzernumbau. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar, wie Dell am Donnerstag nach US-Börsenschluss am Sitz im texanischen Round Rock mitteilte.

    Vor allem die anhaltende Kauf-Zurückhaltung unter den Geschäftskunden setzt das Unternehmen unter Druck. "Die Signale in Sachen Nachfrage sind gemischt", sagte Konzern-Chef Michael Dell. Der Computer-Bauer bereite sich aber auf einen anstehenden "kräftigen Erneuerungszyklus" bei den Geschäftskunden vor, von dem Dell profitieren werde.

    Seit seiner Rückkehr an die Spitze des Unternehmens vor zwei Jahren hatte Michael Dell massiv den Rotstift angesetzt und die Angebotspalette mit neuen Rechnern runderneuert. Mit weiteren Stellenstreichungen und der Ausgliederung von Fertigungs-Bereichen will der Konzernlenker bis 2011 insgesamt vier Milliarden Dollar einsparen und sieht sich derzeit gut im Plan. Für die Schließung von Fabriken und Abfindungen musste Dell im vergangenen Geschäftsquartal 185 Millionen Dollar ausgeben.

GESCHÄFT MIT LAPTOPS UND NETBOOKS STARK RÜCKLÄUFIG

    In dem zum 1. Mai abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal 2009/2010 war selbst das bis vor kurzem wachsende Geschäft mit Laptops und den kleinen Netbooks stark rückläufig. Insgesamt brachen die Hardware-Erlöse drastisch ein, während die Wirtschaftskrise auf die Sparten Software und Dienstleistungen weit weniger durchschlug. Der Umsatz mit Desktop-PCs sackte um 34 Prozent auf 3,16 Milliarden Dollar ein, das Geschäft mit Notebooks ging um 20 Prozent auf 3,88 Milliarden Dollar zurück.

    Mit seinem Umsatz blieb der Hersteller hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der um Einmalbelastungen bereinigte Gewinn je Aktie von 0,24 Dollar fiel leicht besser als erwartet aus. Das Papier lag im nachbörslichen US-Handel leicht im Plus, nachdem es bereits bis zur Schlussglocke deutlich auf 11,48 Dollar zugelegt hatte.

    Auch Branchenprimus Hewlett-Packard (HP) <HPQ.NYS> <HWP.FSE> hatte im vergangenen Geschäftsquartal einen herben Gewinnrückgang erlitten. Der US-Konzern kündigte daraufhin den Abbau weiterer 6000 Stellen an - zusätzlich zu 24.000 Jobs, die im Zuge der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS wegfallen.

    Der weltweite PC-Markt ist in den ersten drei Monaten des Jahres nach Daten des Marktforschers Gartner um 6,5 Prozent auf 67,2 Millionen verkaufte Geräte geschrumpft. HP baute seinen Vorsprung als Marktführer allerdings aus und lieferte fast jeden fünften Rechner. Dell als langjähriger Marktführer wurde inzwischen erfolgreich auf den zweiten Platz im weltweiten Ranking verdrängt. Dell teilt sich bei rund 13 Prozent Marktanteil den zweiten Platz mit dem Rivalen Acer aus Taiwan. Selbst im US-Markt stieß HP den texanischen Computerbauer nach Gartner-Zahlen im vergangenen Quartal erstmals seit 2001 vom Thron und rangierte mit einem Marktanteil von 27,7 Prozent knapp vor Dell (26,2 Prozent Marktanteil)./fd/rg/DP/ep

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