28.02.2013 17:52
Bewerten
(1)

ROUNDUP: US-Etatverhandlungen vor Scheitern - Lew neuer US-Finanzminister

DRUCKEN
    WASHINGTON (dpa-AFX) - Schlechter Start für den neuen US-Finanzminister Jack Lew: Die USA stehen an diesem Freitag vor Zwangskürzungen im Haushalt nach dem Rasenmäherprinzip. Einigen sich die Demokraten von US-Präsident Barack Obama und die Republikaner nicht noch in letzter Minute, treten zwangsmäßige Einschnitte in Höhe von 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) in Kraft. Nahezu alle Bundesbehörden müssen dann in diesem Haushaltsjahr, das bis Ende September läuft, ihre Budgets bis zu acht Prozent kürzen. Die Regierung warnt vor Belastungen für die Bürger, dem Verlust von Hunderttausenden Arbeitsplätzen und einem langsameren Wirtschaftswachstum.

    Auch am Donnerstag blieb unklar, ob Obamas Demokraten und die Konservativen noch eine Lösung finden konnten, um die automatischen Kürzungen nach der Rasenmähermethode abzuwenden. Ein persönliches Treffen mit führenden Kongressabgeordneten beider Parteien setzte Obama erst für Freitag an. Der Präsident strebt weitere Steuererhöhungen für Großverdiener an, um einen Teil der Kürzungen im Budget zu verhindern. Die Republikaner, die eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus haben, lehnen das kategorisch ab. Bis zuletzt zeigte sich keine Seite kompromissbereit.

    Ökonomen warnen, dass die Einschnitte der US-Konjunktur schwer schaden könnten. Insgesamt stünden demnach bis zu zwei Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Auswirkungen würden jedoch nicht schlagartig spürbar werden. "Das ist keine Klippe, das ist Abwärtstaumel", sagte Obama am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington vor Firmenmanagern. Auch wenn die Bürger es nicht gleich merken würden, handele es sich um eine "schweren Schlag für die Wirtschaft". Besonders hart trifft es den Verteidigungsbereich. Das Pentagon muss die Hälfte der Kürzungen tragen.

    Der Haushaltsstreit ist auch eine große Bewährungsprobe für den neuen Finanzminister Jack Lew. Der 57-Jährige wurde am Mittwochabend vom Kongress mit 71 zu 26 Stimmen bestätigt. Er kann damit seinen neuen Posten rasch antreten. Lews Vorgänger Timothy Geithner, der nicht für Obamas zweite Amtszeit zur Verfügung stand, hatte das WEiße Haus bereits im Januar verlassen. Lew kann auf eine lange Erfahrung in der Washingtoner Haushaltspolitik zurückblicken. 1998 bis 2001 war er Budgetdirektor unter Präsident Bill Clinton. Den Posten übernahm er auch 2010 für Obama. 2012 wurde Lew dessen Stabschef im Weißen Haus.

    Die automatischen Kürzungen, in Washington als "Sequester" bekannt, wurden 2011 vom Kongress beschlossen. Sie sollen insgesamt 1,2 Billionen Dollar) in zehn Jahren einsparen. Sie können mit anderen Sparmaßnahmen ersetzt werden. Der "Sequester" ist aber nur ein Teil des gesamten Haushaltsstreits. So muss der Kongress bis zum 27. März einen zeitliche befristeten Budgetplan verlängern, damit der Bund seine Rechnungen weiter bezahlen kann. Und bis zum 19. Mai muss die Schuldengrenze des Landes erhöht werden, da sonst ein Staatsbankrott droht./mcm/DP/jkr

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht kaum bewegt ins Wochenende -- US-Börsen kaum verändert -- Bundestagswahl und DAX: Darauf hoffen Börsianer -- Lufthansa mit guten Chancen bei Air Berlin -- Apple, Siltronic, Airbus im Fokus

Siemens und Alstom ringen um Bahntechnik-Bündnis. L'Oreal-Aktie profitiert von Spekulationen über Nestlé-Anteil. Liliane Bettencourt: Reichste Frau der Welt ist tot. China kritisiert Herabstufung durch Ratingagentur S&P. Personalvermittler Adecco setzt Erlöswachstum im dritten Quartal fort.

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
BMW AG519000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
adidas AGA1EWWW
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
Deutsche Telekom AG555750