25.06.2013 17:07
Bewerten
 (2)

ROUNDUP: US-Konjunkturdaten stützen Fed-Ausstiegsplan

    WASHINGTON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Wirtschaftsdaten aus den USA stützen das konjunkturelle Szenario der amerikanischen Notenbank Fed und damit deren Plan zur Straffung ihrer ultralockeren Geldpolitik. Am Dienstag konnten Zahlen vom einst krisengeschüttelten Immobilienmarkt, zur Verbraucherstimmung und zu den Investitionen der Unternehmen auf ganzer Linie überzeugen. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, dürfte dem Plan der Federal Reserve, ihre milliardenschweren Anleihekäufe zurückzuführen, wenig im Weg stehen. Der amerikanische Dollar reagierte mit Kursgewinnen auf die robusten Zahlen.

    Der amerikanische Häusermarkt - Auslöser der schweren Finanzkrise 2008 - setzt seinen Erholungskurs beschleunigt fort. Die Immobilienpreise steigen mittlerweile mit mehrjährigen Rekordraten, der Markt kommt zusehends in Schwung. Der Case-Shiller-Hauspreisindex, eine vielbeachtete Kennzahl, stieg im April um gut zwölf Prozent zum Vorjahresmonat. So stark waren die Immobilienpreise zuletzt vor sieben Jahren gestiegen - also noch vor dem scharfen Preiseinbruch, der die amerikanische Immobilienkrise eingeläutet hatte. Jetzt bereits von einer abermaligen Überhitzung am Immobilienmarkt zu sprechen, dürfte jedoch übertrieben sein: Die Häuserpreise liegen immer noch deutlich unter ihrem mehrjährigen Durchschnitt.    

VERBRAUCHER UND UNTERNEHMEN ZUVERSICHTLICHER

    Auch die Verbraucher blicken wieder deutlich zuversichtlicher in die Zukunft. Wie das private Forschungsinstitut Conference Board mitteilte, ist die Konsumentenstimmung gegenwärtig so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der private Konsum ist für das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft sehr wichtig. Auch die Unternehmen scheinen ihre Zurückhaltung zusehends abzulegen - sie investieren wieder mehr, wie Regierungszahlen vom Dienstag zeigen.

    Damit nimmt der Ausstiegsplan, den Fed-Chef Ben Bernanke Mitte vergangene Woche skizziert hatte, Gestalt an. Bernanke hatte gesagt, die Federal Reserve werde ihre milliardenschweren Anleihekäufe voraussichtlich noch in diesem Jahr reduzieren und Mitte 2014 komplett einstellen. Allerdings nur dann, wenn die Konjunktur mitspielt. Je robuster amerikanische Konjunkturdaten ausfallen, desto weniger spricht mithin dagegen, dass die Fed ihren Ausstiegsplan überdenken muss.  

FED-KURSWECHSEL NAHT

    Der nahende Kurswechsel der Fed hat schon jetzt massive Marktreaktionen hervorgerufen. Seit Ende Mai, als sich der Richtungsschwenk bereits abzeichnete, stehen weltweit zahlreiche Börsen und Währungen unter Druck. Denn Investoren reduzieren angesichts der künftig geringeren Geldschwemme ihre Engagements. Der amerikanische Dollar hat demgegenüber stark profitiert, weil eine nicht so expansive Geldpolitik dem Außenwert des Greenback weniger schaden dürfte./bgf/jkr/he

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich im Plus -- Dow Jones am Ende unverändert -- Großaktionäre drängen STADA-Führung zu Okay für Übernahme -- freenet, CTS, United Internet, Commerzbank im Fokus

Vonovia sichert sich mehr als 90 Prozent an Conwert. Merck-Mittel Avelumab erhält FDA Zulassung zur Behandlung von MCC. RATIONAL und Rheinmetall erhöhen Dividende. CS erwägt angeblich Kapitalerhöhung statt IPO der Schweiz-Tochter. Chinesen sichern sich größeres Stück an der Deutschen Bank. Schweizerische Notenbank kauft weniger Devisen zur Schwächung des Franken.

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
CommerzbankCBK100
Allianz840400
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
SAP SE716460
E.ON SEENAG99
MediGene AGA1X3W0
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
BMW AG519000
Deutsche Lufthansa AG823212
Volkswagen St. (VW)766400