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21.07.2009 15:09

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ROUNDUP: US-Pharmakonzern Merck & Co verdient weniger - Prognose bekräftigt

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    WHITEHOUSE STATION (dpa-AFX) - Der US-amerikanische Pharmakonzern Merck & Co <MRK.NYS> <MCC.FSE> hat im zweiten Quartal bei einem Umsatzrückgang zwar weniger verdient als vor Jahresfrist, die Erwartungen der Wall Street aber übertroffen. Bei dem vor der Übernahme des Konkurrenten Schering-Plough <SGP.NYS> <SPL.FSE> stehenden Arzneimittelherstellers sank der Gewinn von 1,768 auf 1,556 Milliarden Dollar (1,096 Mrd. Euro), wie die im amerikanischen Leitindex Dow Jones gelistete Merck & Co am Dienstag in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey mitteilte. Während der rückläufige Umsatz mit Blutfettsenkern und der starke Dollar die Bilanz belasteten, profitierte Merck & Co unter dem Strich von positiven Steuereffekten. Vorbörslich waren Merck & Co-Aktien nach der bestätigten Prognose und der Quartalsbilanz mit einem Plus von mehr als 2 Prozent gesucht.

    Konzernchef Richard T. Clark sieht sich bei der Milliardenübernahme von Schering-Plough weiterhin im Zeitplan und bekräftigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr: 2009 soll der Umsatz unverändert zwischen 23,2 bis 23,7 Milliarden Dollar liegen (VJ: 23,9). Das Ergebnis pro Aktie (EPS) vor Sonderposten soll 2,84 bis 3,09 Dollar betragen.

MERCK ÜBERTRIFFT ERWARTUNGEN DER WALL STREET

    Ungeachtet des Gewinnrückgangs übertraf Merck & Co die Markterwartungen: Im Berichtszeitraum verringerte sich das EPS vor Sonderposten von 0,86 auf 0,83 Dollar, während Analysten im Schnitt nur mit 0,77 Dollar gerechnet hatten. Wegen belastender Währungseffekte sank der Umsatz um 3 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Ohne Wechselkurseffekte wäre er dagegen um 3 Prozent gestiegen.

    Mit seinem wichtigsten Medikament, dem Atemwegsprodukt Singulair, setzte der Pharmakonzern 1,3 Milliarden Dollar um, ein Plus von 16 Prozent. 2009 soll Singulair dem Konzern einen Umsatz von 4,4 bis 4,7 Milliarden Dollar einbringen. Die Fusion von Merck & Co und Schering-Plough führt die beiden Hersteller der Cholesterin-Senker Vytorin und Zetia zusammen. Während der weltweite Zetia-Umsatz um 8 Prozent nachgab, fiel der Vytorin-Erlös um 10 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar. Minuszeichen auch beim HPV-Impfstoff Gardasil, der vor bestimmten Typen der sexuell übertragbaren humanen Papillomaviren schützen soll. Hier wies Merck & Co einen Umsatzrückgang von 18 Prozent auf 268 Millionen Dollar aus. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline, der mit Cervarix ein Konkurrenzprodukt zu Gardasil anbietet, legt an diesem Mittwoch seine Bilanz vor.

    Merck & Co will nach Abschluss der Milliardenübernahme von Schering-Plough im vierten Quartal nach früheren Aussagen 16.000 Arbeitsplätze streichen. Ein Aktionärstreffen, auf dem über die Übernahme abgestimmt werden soll, ist für den 7. August angesetzt. Pharma-Großkonzerne wie Merck & Co oder auch der Branchenprimus Pfizer suchen ihr Heil derzeit wieder verstärkt in Fusionen, weil sie immer mehr durch günstigere Nachahmer-Medikamente (Generika) und Einsparungen im Gesundheitswesen unter Druck stehen./ep/she

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