DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neuAusblickIR-DatenAnleihen
handeln

17.11.2011 14:31

Senden

ROUNDUP/Versicherer: Niedrigzinsen gefährlicher als Griechenland-Abschreibungen

Allianz zu myNews hinzufügen Was ist das?


    BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Versicherungswirtschaft warnt davor, die Niedrigzinspolitik in Europa noch lange fortzusetzen. Dieser Aspekt der Finanzkrise sei für die Versicherer "weit schlimmer als jede Abschreibung auf griechische Staatsanleihen", sagte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Rolf-Peter Hoenen, am Donnerstag in Berlin.

 

    Unterdessen hat die nachlassende Nachfrage nach Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag der Branche in diesem Jahr voraussichtlich einen Prämienrückgang eingebrockt. Nach dem Rekordjahr 2010 dürften die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherer nun um 1,2 Prozent auf 176,7 Milliarden Euro sinken, schätzt der GDV. Die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Krankenversicherung legten allerdings erneut zu, in der Lebensversicherung gegen laufende Beiträge dürften die Prämieneinnahmen stabil bleiben.

 

    Für 2012 zeigte sich GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen vorsichtig optimistisch: Bei aller Unsicherheit der Prognosen erscheine eine Verbesserung der Beitragsentwicklung möglich.

 

    Angesichts des Dauertiefs an der Zinsfront sorgen sich die Versicherer jedoch um die Attraktivität ihrer Produkte. Die derzeitige Zinspolitik führe nicht nur zu niedrigen Zinsen etwa für Tagesgeld deutlich unter der Inflationsrate. Derselbe negative Effekt treffe auch diejenigen, die fürs Alter sparten. "Deren Bezüge werden im Ruhestand geringer ausfallen als ohne Niedrigzinsstrategie", sagte Hoenen. Die Lebensversicherungskunden seien "die Leidtragenden dieser Politik des billigen Geldes".

 

    Es gebe sicherlich gute Gründe, die Zinsen künstlich niedrig zu halten, sagte Hoenen. Dies helfe den überschuldeten Staaten und den Banken. "Was mich aber stört, ist, dass wir überhaupt keine Debatte mehr über diese Strategie haben", fügte Hoenen hinzu. Aus Sicht der Versicherer müssten die Politik und die Europäische Zentralbank das Signal geben, "dass es nicht dauerhaft Geld zum Fast-Null-Tarif geben wird. Wir brauchen ein Exit-Szenario aus der aktuellen Zinspolitik."

 

    Ein Zahlungsausfall Griechenlands dagegen hätte kaum Auswirkungen auf die Versicherer und ihre Kunden, sagte Hoenen. "Dafür ist unser Engagement in Griechenland einfach viel zu gering." Selbst wenn noch andere Staaten in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, wären die Versicherer in der Reihe der Betroffenen "ziemlich weit hinten". Für Panik gebe es keinen Grund.

 

    Im Streit um die künftigen Aufsichts- und Eigenkapitalregeln für Versicherer forderte Hoenen von der EU-Kommission, den Unternehmen zu ermöglichen, Kunden auch weiterhin "Garantien für eine lebenslange Rentenhöhe morgen zu geben". Die unter dem Namen "Solvency II" bekannten Regeln dürften auch nicht dazu führen, dass kleinere, mittelständische Versicherungen von Großkonzernen verdrängt würden. Im Zuge von "Solvency II" müssen Versicherer langfristige Garantieversprechen an ihre Kunden mit mehr Kapital unterlegen als bislang.

 

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, für die Bundesregierung stehe fest, dass die Reform nicht zur Marktbereinigung führen dürfe, sondern dass "Solvency II" wettbewerbsneutral bleiben müsse. Die große Vielfalt und der starke Wettbewerb auf dem deutschen Versicherungsmarkt hätten sich bewährt.

 

    Mit Blick auf die Finanzmarktkrise sei das Kerngeschäft der Versicherungen - mit Prämien und Zahlungen im Versicherungsfall - unproblematisch, sagte Schäuble. Das Beispiel des US-Versicherungsriesen American International Group (AIG) habe aber gezeigt, dass es auch systemrelevante Versicherungen geben könne, die der Staat retten müsse. Versicherungen seien in starkem Maße eben auch Finanzinstitute.

 

    Schäuble zeigte sich überzeugt, dass die europäischen Versicherer mit Solvceny II einen "neuen Qualitätsstandard" setzen. Er fügte hinzu: "Und sie werden sich damit langfristig Wettbewerbsvorteile sichern."/brd/stw/DP/wiz

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
DAX stürzt über 3 Prozent ab -- US-Arbeitsmarkt enttäuscht -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Aus für Schlecker -- Apple, EADS, VW im Fokus
GM will sich von Pensionsverpflichtungen befreien. Euro zieht im US-Handel kräftigt an. US-Amerikaner kaufen Neuwagen - Deutsche Autobauer profitieren. Abstimmung bei Facebook über Nutzungsbedingungen. Daimler - US-Absatz steigt im Mai um 24,4 Prozent. Google wirft Nokia und Microsoft Patent-Absprachen vor. » mehr
13.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank Deutsche Telekom (dpa-afx)
16.05.12
Updates zu Allianz, EADS, Infineon, Nokia und ThyssenKrupp (dpa-afx)
24.05.12
Commerzbank: Hauptversammlung beschließt Kapitalmaßnahmen (Aktiencheck)
07.05.12
Allianz und Western Union kooperieren bei Versicherungsprodukten (Dow Jones)
10.05.12
Allianz, Deutsche Post: Keine Panik (Der Aktionär)
03.05.12
Allianz: Commerzbank bleibt zuversichtlich (Der Aktionär)
09.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Eon, SAP und Solarworld (dpa-afx)
05.05.12
DAX: Autowerte glänzen im ersten Quartal (finanzen.net)
DAX stürzt über 3 Prozent ab -- US-Arbeitsmarkt enttäuscht -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Aus für Schlecker -- Apple, EADS, VW im Fokus
GM will sich von Pensionsverpflichtungen befreien. Euro zieht im US-Handel kräftigt an. US-Amerikaner kaufen Neuwagen - Deutsche Autobauer profitieren. Abstimmung bei Facebook über Nutzungsbedingungen. Daimler - US-Absatz steigt im Mai um 24,4 Prozent. Google wirft Nokia und Microsoft Patent-Absprachen vor. » mehr
13.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank Deutsche Telekom (dpa-afx)
16.05.12
Updates zu Allianz, EADS, Infineon, Nokia und ThyssenKrupp (dpa-afx)
24.05.12
Commerzbank: Hauptversammlung beschließt Kapitalmaßnahmen (Aktiencheck)
07.05.12
Allianz und Western Union kooperieren bei Versicherungsprodukten (Dow Jones)
10.05.12
Allianz, Deutsche Post: Keine Panik (Der Aktionär)
03.05.12
Allianz: Commerzbank bleibt zuversichtlich (Der Aktionär)
09.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Eon, SAP und Solarworld (dpa-afx)
05.05.12
DAX: Autowerte glänzen im ersten Quartal (finanzen.net)
09.05.12
DGAP-News: Allianz (Equitystory)
09.05.12
DGAP-News: Allianz (Equitystory)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Allianz zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
29.05.12Allianz overweightBarclays Capital
29.05.12Allianz kaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
29.05.12Allianz overweightHSBC
23.05.12Allianz buyING
21.05.12Allianz kaufenDie Actien-Börse
29.05.12Allianz overweightBarclays Capital
29.05.12Allianz kaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
29.05.12Allianz overweightHSBC
23.05.12Allianz buyING
21.05.12Allianz kaufenDie Actien-Börse
16.05.12Allianz haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
15.05.12Allianz haltenIndependent Research GmbH
10.05.12Allianz haltenIndependent Research GmbH
10.05.12Allianz haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
04.04.12Allianz neutralJ.P. Morgan Cazenove
11.11.11Allianz verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
25.03.10Allianz neues KurszielCheuvreux SA
11.01.10Allianz "underperform"Cheuvreux SA
09.09.09Allianz neues KurszielJefferies & Company Inc.
07.08.09Allianz sellLandesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Allianz nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen