01.02.2013 17:19
Bewerten
(1)

ROUNDUP: Wahlkämpfer Berlusconi droht Deutschland - Turbulenzen um Prozess

    MAILAND/ROM (dpa-AFX) - Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat Deutschland mit einem Austritt Italiens aus der Euro-Zone gedroht. Die Bundesregierung solle zulassen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) verschuldete Euro-Länder rette, sagte er am Freitag in Rom. Andernfalls werde Italien den Euro verlassen. Berlusconi forderte bei der Vorstellung des Europa-Programms seiner Partei PdL (Volk der Freiheit), die EZB müsse Geld drucken können, um damit schwachen Euro-Ländern unter die Arme zu greifen.

 

    Ein solches Vorgehen lehnt Berlin strikt ab. "Wir müssen dieses Tauziehen mit Deutschland gewinnen, sonst wird die Realität ein Land nach dem anderen dazu zwingen, den Euro zu verlassen", sagte Berlusconi, der ein Mitte-Rechts-Bündnis in die Parlamentswahlen am 24. und 25. Februar führt. Er bekräftige am Freitag erneut, im Falle eines Wahlsieges nicht unbedingt Regierungschef werden zu wollen.

 

    Berlusconi und sein Bündnis waren im Dezember als Außenseiter in den Wahlkampf gestartet. Seitdem hat sich der Vorsprung des Mitte-Links-Lagers um Pier Luigi Bersani jedoch ständig verringert.

 

    Die juristischen Turbulenzen um den 76-Jährigen nehmen unterdessen kein Ende. Am Freitag gab es in einem Berufungsprozess gegen ihn Streit. Seine Verteidiger zogen bei einer Anhörung in Mailand aus Protest aus dem Gerichtssaal aus. Sie wandten sich damit dagegen, dass die Richter den Mediaset-Prozess um Steuerhinterziehung nicht während des Wahlkampfs in den nächsten Wochen aussetzen wollten. In erster Instanz war Berlusconi zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

 

    Gegen den Politiker laufen momentan drei Strafprozesse. Seine Anwälte hatten in allen drei Verfahren eine Aussetzung beantragt. Sie argumentierten, Berlusconi wolle an den Prozessen teilnehmen, habe aber im Wahlkampf keine Zeit dafür. Im sogenannten "Bunga-Bunga-Prozess" um Sex mit minderjährigen Prostituierten und Amtsmissbrauch waren die Anwälte ebenfalls mit einem entsprechenden Antrag gescheitert. Dort soll das Urteil voraussichtlich im März fallen.

 

    Vor der Presse sprach der "Cavaliere" am Freitag von absurden Prozessen gegen ihn, "bei denen so viel Geld für lächerliche Dinge ausgegeben wird". Er kritisierte die italienischen Richter und nannte sie "eine Krankheit unserer Demokratie", um die er sich mit hoher Priorität kümmern müsse, wenn er wieder an der Macht sei. PdL-Parteichef Angelino Alfano warf den Richtern vor, sie wollten Berlusconis Wahlkampf blockieren, das sei skandalös./mms/ka/DP/jha

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX um die Nullininie -- Dow Jones stabil -- Tesla überholt BMW -- Takata-Aktie im freien Fall: Insolvenzantrag steht kurz bevor -- AURELIUS verspricht mehr Transparenz -- METRO, Oracle im Fokus

Ölpreise nach jüngstem Preissturz etwas gestiegen. EU genehmigt Evonik Übernahme von Huber Silica. Apple will Musikkonzernen offenbar weniger zahlen. Kepler hält E.ON für zu teuer und rät zum Verkauf. EZB entwickelt bis 2018 System für Echtzeitzahlungen. Snap mit größtem Zukauf der Konzerngeschichte.

Top-Rankings

In diese Unternehmen investiert Amazon
Welche Unternehmen profitieren von Jeff Bezos?
KW 24: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 24: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
AURELIUSA0JK2A
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
E.ON SEENAG99
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
Deutsche Telekom AG555750
Amazon.com Inc.906866
BMW AG519000
Allianz840400