10.01.2013 18:13
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ROUNDUP: Wall-Street-Schreck Robert Khuzami verlässt die SEC

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Vier Jahre lang jagte Robert Khuzami die Übeltäter an der Wall Street. Nun hört der Chefermittler der US-Börsenaufsicht SEC auf, wie die Behörde am Mittwoch in Washington mitteilte. Unter Khuzami hatte die Börsenaufsicht eine Rekordzahl an Fällen aufgerollt. Einen Nachfolger gibt es bislang nicht.

 

    Der Jurist Khuzami war von der damaligen SEC-Chefin Mary Schapiro Anfang 2009 geholt worden, um die Börsenaufsicht wieder schlagkräftig zu machen. Die Behörde stand heftig in der Kritik, nachdem sie sowohl das Schneeballsystem des Milliardenbetrügers Bernard Madoff als auch die ersten Warnzeichen der heraufziehenden Finanzkrise übersehen hatte.

 

    Khuzami krempelte die Ermittlungsabteilung um. Sein Team zog zahlreiche namhafte Wall-Street-Banken für ihre Verfehlungen in der Finanzkrise zur Rechenschaft und sagte den Insiderhändlern den Kampf an. Sein Abgang erfolgt einen Monat später, nachdem Mary Schapiro bei der SEC ausgeschieden war. Über die Hintergründe wurde sonst nichts bekannt.

 

    Die amtierende Behördenchefin Elisse Walter lobte, dass Khuzami die Arbeit der SEC auf neue Füße gestellt habe. Der 56-Jährige hatte zuvor jahrelang als Staatsanwalt in New York gewirkt und dabei erste Erfahrungen mit den Umtrieben der Wall Street gemacht. Zwischenzeitlich arbeitete er auch selbst bei einem Kreditinstitut, der Deutschen Bank.

 

    Khuzami legte sich bei der SEC mit den ganz großen Namen der Wall Street an und begann, die Finanzkrise juristisch aufzuarbeiten. Im Jahr 2010 rang er Goldman Sachs in einem Vergleich 550 Millionen Dollar ab, weil er der Ansicht war, dass die Investmentbank ihre Kunden bei einem Hypothekengeschäft über den Tisch gezogen hatte. Insgesamt holte er nach SEC-Angaben annähernd 2,7 Milliarden Dollar für Opfer der Finanzkrise heraus.

 

    "Ich weiß noch nicht, was ich als nächstes mache", sagte Khuzami der "New York Times". Sein Abgang markiert einen personellen Einschnitt bei der Börsenaufsicht, wo weitere Veränderungen anstehen. Auch die amtierende SEC-Chefin Elisse Walter gilt nur als Zwischenlösung./das/DP/jkr

 

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