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05.05.2010 11:27

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ROUNDUP/Weber: Beteiligung Deutschlands an Hilfen für Griechenland vertretbar


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Beteiligung Deutschlands an den milliardenschweren Finanzhilfen für das hochverschuldete Griechenland ist aus Sicht von Bundesbank-Chef Axel Weber unter dem Strich vertretbar. Zwar seien Hilfen für ein Euro-Land mit drohenden Zahlungsschwierigkeiten grundsätzlich höchst problematisch, heißt es in einer Stellungnahme Webers vom Mittwoch. Allerdings gehe es im Falle Griechenlands um die Abwehr einer Gefahr für die Stabilität der Währungsunion. "Ein Zahlungsausfall Griechenlands würde in der gegenwärtigen sehr fragilen Lage ein erhebliches Risiko für die Stabilität der Währungsunion und des Finanzsystems darstellen."

    Im Falle eines Zahlungsausfalls Athens sieht Weber insbesondere die Gefahr von Ansteckungseffekten für andere Euro-Länder. Zudem könnten Rückkopplungseffekte auf den Kapitalmärkten entstehen. Selbst ein unter umfangreichen und strikten Auflagen gewährtes Hilfspaket stelle eine Gratwanderung dar und sei nicht ohne Risiken in der Umsetzung. "Alles in allem ist aber eine Beteiligung Deutschlands am Hilfspaket für Griechenland vertretbar."

    Der Erfolg des eingeschlagenen Sparkurses Griechenlands wird laut Weber entscheidend davon abhängen, inwieweit die vereinbarten Sparmaßnahmen auch umgesetzt werden. "Griechenland erhält einen immensen Vertrauensvorschuss der internationalen Gemeinschaft und seiner Partner in der Währungsunion. Jetzt steht Griechenland in der Pflicht, die Vereinbarungen genau einzuhalten."

 

    Zugleich unterstreicht der Bundesbank-Präsident die Notwendigkeit von Reformen im Rahmenwerk der Währungsunion. Die angegriffenen Grundpfeiler müssten wieder gefestigt werden. Dies gelte insbesondere für den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt. "Es muss insgesamt darum gehen, die Anreize für eine solide Finanzpolitik zu erhöhen, um die längerfristige Stabilität der gemeinsamen Währung zu unterstützen." Auch die "statistischen Grundlagen" gelte es zu stärken, damit sich eine solche Situation nicht wiederhole./bgf/jha/

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