16.01.2013 10:16
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Weihnachtsgeschäft verleiht Metro keine Flügel

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Handelskonzern Metro (METRO) ist trotz des Weihnachtsgeschäfts im vierten Quartal nicht recht von der Stelle gekommen. Der Umsatz stieg in den letzten drei Monaten des Vorjahres um 0,5 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Auch im Gesamtjahr waren keine großen Sprünge drin. Die Metro hatte im großen Stil Preise gesenkt, um trotz Konsumflaute die Verbraucher in ihre Filialen zu locken. Auch gegen die Konkurrenz aus dem Internet muss sich der Handelskonzern zur Wehr setzen. Wenig erfolgreich verlief auch der Ausflug der Elektronikkette Media Markt in China, weshalb die Metro dort jetzt die Reißleine zieht.

 

    An der Frankfurter Börse stieg die vor kurzem in den MDAX abgestiegene Aktie um zuletzt 1,57 Prozent auf 23,30 Euro. Händler beschrieben die Zahlen als im Rahmen der Erwartungen. Auch die Metro selbst, die ohne konkretere Angaben ein Umsatzplus in Aussicht gestellte hatte, sieht ihre Ziele erreicht. Im Gesamtjahr stiegen die Erlöse des Konzerns um 1,2 Prozent auf 66,7 Milliarden Euro. Bereinigt um den Verkauf von Unternehmensteilen betrug das Plus 2,3 Prozent.

 

KRISE BREMST AUSGABEFREUDE DER VERBRAUCHER

 

    Zu Schaffen macht der Metro vor allem die flaue Konsumstimmung. Angesicht der steigenden Arbeitslosigkeit vor allem in Südeuropa und den Budgetkürzungen in vielen von der Staatsschuldenkrise betroffenen Ländern, halten sich die Verbraucher zurück. Im vierten Quartal hätten sich die Marktbedingungen noch einmal verschärft, sagte Metro-Chef Olaf Koch. Auch das Weihnachtsgeschäft sei zunächst nicht recht in Schwung gekommen und habe erst zum Ende hin an Dynamik gewonnen. Die Metro-Konkurrenten Carrefour (Petro-Canada) und Ahold werden am Donnerstag ihre Umsätze bekannt geben.

 

    Vorstandschef Koch bestimmt jetzt seit einem Jahr die Geschicke des Handelskonzerns. Seine Strategie setzt vor allem auf Umsatzsteigerungen in den einzelnen Vertriebslinien. Gelingen soll das durch Preissenkungen, Service und eine stärkere Verzahnung mit dem Onlinehandel. Die Metro investiert vor allem in die beiden Sparten Großhandel (Cash & Carry) sowie Elektronik (Media-Saturn), die zusammen etwa drei Viertel des Umsatzes ausmachen. Die anderen Sparten müssen kürzer treten.

 

    Die Lebensmitteltochter Real konzentriert sich fortan in erster Linie auf den heimischen Markt, nachdem vor Kurzem der Verkauf des Osteuropageschäfts an den französischen Konzern Auchan besiegelt wurde. Die Kaufhof-Warenhäuser zählen bereits seit Jahren nicht mehr zum Kerngeschäft. Im vierten Quartal konnten alle Töchter ihren Umsatz mehr oder weniger stabil halten.

 

MEDIA MARKT ZIEHT SICH AUS CHINA ZURÜCK

 

    Zum Rückzug bläst der Konzern jetzt bei Media Markt in China. Die Elektronikkette war 2010 dort mit großen Hoffnungen gestartet. Der damalige Metro-Chef Eckhard Cordes sah damals ein Potenzial von hunderten von Märkten in dem Land. Eröffnet hatte Media Markt in einer zwei jährigen Testphase dann sieben Filialen. Die Elektronikkette trifft in China auf starke lokale Konkurrenz. Das jetzt beschlossene Aus  kommt für viele nicht überraschend. Media-Saturn-Mitgesellschafter Erich Kellerhals hatte bereits Ende letzten Jahres bekannt gegeben, nicht mehr in China mitmischen zu wollen und der Metro mangelnde Investitionsbereitschaft vorgeworfen. Mit dem Milliardär liegt die Metro seit Jahren im Clinch.

 

    Ob die Media Märkte in China nun verkauft oder geschlossen werden, muss der Düsseldorfer Konzern nun mit seinem chinesischen Partner Foxconn beraten. In jedem Fall wurde bilanzielle Vorsorge getroffen. Experten schätzen, dass der Rückzug rund 100 Millionen Euro kosten könnte. Die Metro betreibt in China zudem Großmärkte, in die aber weiter investiert werden soll.

 

    Seine Ergebnissituation wird die Metro erst bei der Bilanzvorlage im März offenlegen. Nachdem Metro-Chef Koch im Herbst die Prognose hatte senken müssen, wird nun ein Rückgang beim bereinigten operativen Gewinn von 2,4 auf 2 Milliarden Euro erwartet./she/ep/fbr

 

 

  

Nachrichten zu Ceconomy St. (ex METRO)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Ceconomy St. (ex METRO)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.07.2017Ceconomy St (ex METRO) HoldWarburg Research
18.07.2017Ceconomy St (ex METRO) Equal-WeightMorgan Stanley
17.07.2017Ceconomy St (ex METRO) buyKepler Cheuvreux
14.07.2017Ceconomy St (ex METRO) kaufenIndependent Research GmbH
14.07.2017Ceconomy St (ex METRO) HoldDeutsche Bank AG
17.07.2017Ceconomy St (ex METRO) buyKepler Cheuvreux
14.07.2017Ceconomy St (ex METRO) kaufenIndependent Research GmbH
14.07.2017Ceconomy St (ex METRO) buyMerrill Lynch & Co., Inc.
10.07.2017METRO buyHSBC
05.07.2017METRO buyHSBC
20.07.2017Ceconomy St (ex METRO) HoldWarburg Research
18.07.2017Ceconomy St (ex METRO) Equal-WeightMorgan Stanley
14.07.2017Ceconomy St (ex METRO) HoldDeutsche Bank AG
13.07.2017Ceconomy St HoldDeutsche Bank AG
13.07.2017METRO market-performBernstein Research
27.06.2017METRO UnderweightMorgan Stanley
28.02.2017METRO UnderweightMorgan Stanley
02.02.2017METRO SellSociété Générale Group S.A. (SG)
31.01.2017METRO UnderweightMorgan Stanley
19.12.2016METRO SellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Ceconomy St. (ex METRO) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich leichter -- Dow verliert -- VW-, Daimler-, BMW-Aktien verlieren kräftig: Deutsche Autoindustrie soll sich abgesprochen haben -- BYD, Tesla, Microsoft, eBay im Fokus

Siemens und Bombardier verhandeln über Eisenbahn-Joint Venture. Gazprom darf mehr Gas nach Deutschland pumpen. S&P stellt Griechenland bessere Bonität in Aussicht. Apple will mit Chinesen Autobatterien bauen: Unerwartete Konkurrenz für Tesla? Bill Gross warnt vor einem möglichen Wirtschaftskollaps. Warum Exxon jetzt plötzlich zum Umweltfreund wird. Bitcoin zurück auf Rekordkurs. General Electric verdient im zweiten Quartal weniger. Erneuter Ether-Diebstahl schreckt die Branche auf.

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten
KW 28: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Die ärmsten Länder der EU
Hier ist das BIP schlechter als im Durchschnitt
Vor diesen Berufen macht die Digitalisierung keinen Halt
Diese Jobs sind besonders stark bedroht
Diese Millionenbeträge verdienten die Sport-Stars in 2017
Diese Profis konnten ihren Kontostand 2017 deutlich verbessern
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Obergrenze für Flüchtlinge weiter ab. Sind Sie für eine solche Grenze?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Konjunktur/Wirtschaft
13:30 Uhr
Gender-Diversität beflügelt die Rendite
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
BMW AG519000
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
BYD Co. Ltd.A0M4W9
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
ADVA SE510300
Allianz840400
Infineon AG623100
E.ON SEENAG99
Scout24 AGA12DM8
Nordex AGA0D655