23.06.2013 17:03
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Zypern will weichere Auflagen - Oettinger warnt

    BERLIN/NIKOSIA (dpa-AFX) - Zyperns Präsident Nikos Anastasiades verlangt eine Erleichterung der Auflagen zur Haushaltssanierung, wie sie Irland oder Griechenland erhalten hätten. "Bestimmte Auflagen der Troika würgen unsere Wirtschaft ab. Das stellt die zyprische Gesellschaft vor eine Zerreißprobe", sagte Anastasiades dem Magazin "Der Spiegel". Neu verhandeln wolle er das Abkommen mit der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds nicht. "Ich verlange keine Vorzugsbehandlung, sondern nur Gleichbehandlung", sagte er.

    Die Europartner hatten zuletzt deutlich gemacht, dass das gerade erst vereinbarte Rettungspaket von zehn Milliarden Euro nicht nachverhandelt und auch nicht aufgestockt werde.

    Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann lehnt es ab, dass die Notenbanken bei der Rettung von Zypern mögliche Verluste zyprischer Banken übernehmen. "In Zypern wird gegenwärtig versucht, die Kosten der Restrukturierung von Banken auf die Notenbanken zu überwälzen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). Dies halte er "nicht für akzeptabel", sagte Weidmann. "Es muss aus meiner Sicht deutlich gemacht werden, dass die Restrukturierung von Banken eine Aufgabe der Fiskalpolitik ist, und nicht des Eurosystems."

    Der deutsche EU-Kommissiar Günther Oettinger warnte vor Kursänderungen bei der Krisenbewältigung. "Die Haushaltskonsolidierung muss ohne jede Aufweichung fortgesetzt werden", sagte er dem Magazin "Focus". "Alles andere wäre ein Spiel mit dem Feuer, weil dann an den Märkten schnell wieder Zweifel aufkommen könnten."/hn/rad/DP/he

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX mit schwachem Handelsschluss -- Wall Street im Minus -- Apple-Aktie auf Allzeithoch -- Russland: Notenbank senkt Leitzinsen -- MasterCard, Microsoft, Amazon im Fokus

Ölpreise springen kräftig nach oben - Spekulation über sinkende Produktion. AT&T blättert in US-Frequenzauktion 18,2 Milliarden Dollar hin. US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen. Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern. Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran. Bundesregierung wohl bereit für neues Griechenland-Hilfspaket. Conti schließt milliardenschwere Veyance-Übernahme ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die 5 Finalisten

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?