FRANKFURT (dpa-AFX) – RWE(
RWE)-Chef Jürgen Großmann hat in einem Zeitungsinterview dementiert, er wolle den Einfluss der kommunalen Aktionäre durch einen Konzernumbau begrenzen. "Ich freue mich über die kommunalen Aktionäre der RWE, die mit einer Sperrminorität am gesamten Konzern beteiligt sind", sagte Großmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Der vom Vorstand geplante Umbau ziele nicht auf die Eigentümerstruktur, erläuterte der RWE-Chef. Vielmehr sollten die internen Prozesse gestrafft und Verwaltungskosten gespart werden. Großmann betonte, die Eigentümerstruktur in Deutschland und dem übrigen europäischen Geschäft werde auch künftig übereinstimmen.
Das "Handelsblatt" hatte in der vergangenen Woche berichtet, die deutschen Vertriebs- und Netzaktivitäten von RWE sollten in einer "Deutschland AG" gebündelt werden. Darüber sollte eine Holding nach europäischem Recht (Societas Europaea (SE)) stehen. Die kommunalen Aktionäre sollten über eine Mehrheitsbeteiligung an der Deutschland AG das Geschäft auf dem Heimatmarkt bestimmen können. Umgekehrt wäre die RWE-Spitze durch die Konstruktion freier, etwa Kapitalerhöhungen durchzusetzen./dct