Essen (www.aktiencheck.de) - Der Energieversorger RWE AG meldete am Freitag, dass RWE Innogy und REpower gestern die Verträge zur Lieferung von drei Onshore-Windturbinen der Drei-Megawatt-Klasse unterschrieben haben. Hierbei handelt es sich um die leistungsstärksten Onshore-Windkraftanlagen des Anlagenherstellers, die beim geplanten Windpark Jüchen im Rheinischen Revier und beim Repowering-Projekt Hörup in Schleswig-Holstein errichtet werden.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wird RWE Innogy im Rhein-Kreis Neuss in der Gemeinde Jüchen zwei der REpower-Turbinen installieren. Der Windpark Jüchen entsteht auf einer Rekultivierungsfläche des RWE Power Tagebaus Garzweiler und soll nach Fertigstellung insgesamt über eine installierte Leistung von über 13 Megawatt (MW) verfügen. Damit können jedes Jahr mehr als 32 Millionen Kilowattstunden klimafreundlicher Strom erzeugt werden. Diese Menge reicht aus, um jährlich umgerechnet über 9.300 Haushalte zu versorgen. Den Bau und Betrieb von zwei der vier Windkraftanlagen wird der Kooperationspartner BMR Windenergie übernehmen, mit dem RWE Innogy den Windpark Jüchen seit 2009 entwickelt hat. Damit ist Jüchen nach dem Windpark Titz, der sich mit über 20 MW bereits im Bau befindet, das zweite Projekt im Rheinischen Revier, das in dieser Kooperation bis zur Baureife entwickelt wurde.
Den Angaben zufolge kommt im RWE Innogy Windpark Hörup in Schleswig Holstein die dritte 3.4M104-Turbine zum Einsatz. Im Rahmen eines Repowering-Vorhabens werden die vier derzeit in Betrieb befindlichen Windenergieanlagen zurückgebaut und durch drei leistungsstärkere Neuanlagen ersetzt. Dies bedeutet, dass der aktuelle Windpark von vier auf drei Windkraftanlagen reduziert, seine installierte Leistung zugleich von 2 auf 8 MW gesteigert wird. Hiermit können jährlich ca. 17 Millionen Kilowattstunden Strom produziert und über 4.800 Haushalte klimafreundlich versorgt werden. Mit Hörup geht RWE Innogy sein zweites deutsches Repowering-Projekt an. Seit Ende 2011 ist der Windpark Süderdeich mit rund 9 MW statt vormals 4 MW in Betrieb.
Bei beiden Windparks liegen die notwendigen Baugenehmigungen vor, sodass die Bauarbeiten planmäßig im zweiten Quartal 2012 starten und die Windenergieanlagen bei planmäßigem Verlauf Ende des Jahres in Betrieb genommen werden können, hieß es.
Die Aktie von RWE notiert derzeit mit einem Minus von 0,67 Prozent bei 35,41 Euro. (30.03.2012/ac/n/d)