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10.01.2013 18:27

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RWE-Manager fordert schnelle Änderungen an Energiegesetz

RWE zu myNews hinzufügen Was ist das?


   Von Jan Hromadko

   Der Chef der RWE-Sparte für Erneuerbare Energien, Hans Bünting, hat Sofortmaßnahmen gegen steigende Stromkosten gefordert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei dringend reformbedürftig, sagte er. Es sei "in seiner aktuellen Form weder volkswirtschaftlich noch politisch haltbar". Bünting warnte vor einem Akzeptanzverlust für Erneuerbare Energien angesichts stetig steigender Kosten. Wegen der bevorstehenden Bundestagswahl sei gleichwohl zu befürchten, dass es in den nächsten Monaten zu keinen politischen Entscheidungen komme.

   Das EEG regelt die Einspeisung von Strom etwa aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Es legt auch eine feste Vergütung für die Betreiber derartiger Anlagen fest. Die Zahlungen führen zu Aufschlägen auf die Stromkosten der Endkunden.

   RWE-Innogy-Chef Bünting forderte auch weitere Anreize für Investitionen etwa in Offshore-Windfarmen. Er forderte zum Beispiel mehr Planungssicherheit: Noch immer blieben die Betreiber von Windkraftanlagen vor der Küste teilweise auf ihren Kosten sitzen, wenn die Anbindung an die Stromnetze nicht zum geplanten Zeitpunkt gelinge. Ein Gesetz, das als Versicherung gegen entsprechende Schäden bezeichnet wird, sehe nur eine Erstattung von bis zu 90 Prozent der Kosten vor.

   Verzögerungen bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks und europaweit sinkende Strompreise zwingen RWE Innogy nach den Worten von Bünting dazu, seine mittelfristigen Gewinnziele zu überdenken. Bislang hat die RWE-Tochter für Erneuerbare Energien für das Jahr 2014 ein operatives Ergebnis von rund 500 Millionen Euro angepeilt. Bünting sagte, der Zeitrahmen sei möglicherweise nicht mehr zu halten.

   Im Jahr 2012 habe RWE Innogy voraussichtlich das Ziel eines operativen Gewinns auf dem Vorjahresniveau von 181 Millionen Euro erreicht, berichtete der RWE-Innogy-Chef weiter. "Die Tendenz aus den ersten drei Quartalen 2012 hat sich im vierten Quartal fortgesetzt", sagte er weiter. "Wir gehen deshalb davon aus, dass wir unseren Umsatz deutlich gesteigert haben." Das Wachstum sei getrieben durch die Inbetriebnahme von neuen Erzeugungsanlagen und positiven Wettereffekten. Das vergangene Jahr war laut Bünting für RWE Innogy insbesondere bei der Wind- und Wasserausbeute ein gutes Jahr.

   Kontakt zum Autor: jan.hromadko@dowjones.com

   DJG/hev/kla

   (END) Dow Jones Newswires

   January 10, 2013 11:57 ET (16:57 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 57 AM EST 01-10-13

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