BERLIN (Dow Jones)--Der Energiekonzern RWE treibt den Verkauf seiner Stadtwerke-Tochter Süwag voran. Dem interessierten Käuferkonsortium wurde nun ein Preis genannt, zu dem sich die RWE AG von ihrer 77,6-Prozent-Beteiligung trennen würde. RWE-Vorstand Rolf Martin Schmitz sagte am Rande einer Konferenz in Berlin, RWE habe das Konsortium am Montagabend über die Preisvorstellung des Energiekonzerns informiert.
Wie hoch der Preis für die Süwag-Beteiligung sein soll, sagte der Manager jedoch nicht. Er ließ sich lediglich zu der Aussage hinreißen, die Transaktion werde noch 2012 stattfinden, wenn sich beide Parteien auf einen Preis einigen könnten. Süwag ist stark im Rhein-Main-Gebiet aktiv und hat den Geschäftssitz in Frankfurt.
Vergangene Woche hatten sich eine Gruppe deutscher Kommunen und Regionalversorger zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um für den Süwag-Anteil zu bieten. Branchenexperten beziffern den Wert der Beteiligung auf 700 bis 800 Millionen Euro. Zweitgrößter Anteilseigner an Süwag ist die Stadt Frankfurt mit rund 6 Prozent, zudem sind 15 weitere Kommunen an dem Regionalversorger beteiligt.
Der Essener Energiekonzern RWE will sich im Zuge seines Desinvestitionsprogramms von Süwag trennen. Bis Ende 2013 sollen die Veräußerungen rund 11 Milliarden Euro in die Kasse spülen und die Bilanz aufbessern. Der Konzern steht derzeit wegen des Atomausstiegs der Bundesregierung unter starkem Druck, Gewinne und Cashflow entwickeln sich entsprechend schwach.
-Von Jan Hromadko,
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