07.02.2013 15:06
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Commerzbank droht Abstufung durch S&P

Rating im Visier
Der Commerzbank droht unter Umständen eine Herabstufung durch die Ratingagentur S&P.
Standard & Poor's Ratings Services prüft in den kommenden drei Monaten, ob die lang- und kurzfristigen Bonitätsbewertungen des teilverstaatlichten Instituts noch die Voraussetzungen für die aktuelle Einstufung "A" bzw. "A-1" erfüllen. S&P begründete diesen Schritt damit, dass der Umbau und die Neuaufstellung der Commerzbank AG langsamer vorankommen als gedacht.

   Zu Wochenbeginn hatte die Bank die Märkte mit einem überraschend hohen Verlust geschockt. Abschreibungen sorgten für ein Minus von 720 Millionen Euro im Schlussquartal 2012, und auch im ersten Quartal dieses Jahres rechnet Deutschlands zweitgrößte Bank mit hohen Belastungen. Der Bank machen Steueransprüche und Kosten für den Umbau zu schaffen, allen voran der geplant Abbau von bis zu 6.000 Stellen.

   Für tiefrote Zahlen im vierten Quartal sorgten insbesondere geringer als erwartete Steuerentlastungen, die zu Abschreibungen von 560 Millionen Euro führten, sowie Wertberichtigungen aus dem Verkauf der ukrainischen Bank Forum in Höhe von 185 Millionen Euro. Im Gesamtjahr liefen damit Abschreibungen von fast einer Milliarde Euro auf, so dass unter dem Strich nur ein magerer Gewinn von 6 Millionen Euro übrig blieb. Im Vorjahr hatte die Bank immerhin noch 638 Millionen Euro verdient.

   Ursprünglich hatte die Commerzbank mittelfristig mit höheren Gewinnen gerechnet. Weil nach ihrer revidierten Planung die Gewinne der kommenden Jahre jetzt niedriger ausfallen werden als ursprünglich gedacht, kann die Bank Verlustvorträge aus den Milliardenverlusten vergangener Jahre nicht in dem erwarteten Umfang ausschöpfen.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com DJG/brb/bam Dow Jones Newswires

Bildquellen: Commerzbank AG, Julia Schwager/Commerzbank AG

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