'Rausschmiss aus der Eurozone'? - Österreichs Regierung uneinig

"Wir brauchen Möglichkeiten, dass man jemanden aus der Währungsunion rausschmeißt", forderte der Außenminister in der Wiener Zeitung "Kurier" (Freitagsausgabe). Damit meine er Länder wie Griechenland, die sich nicht an Verpflichtungen halten: "Wenn es diese Regel schon gäbe, hätte man schon Konsequenzen ziehen müssen."
Für die Möglichkeit eines Ausschlusses einzelner Länder müsse man den EU-Vertrag ändern, so Spindelegger: "Ich bin fest davon überzeugt, dass es durchzubringen ist." Er habe mit seinen Außenminister-Kollegen bereits Gespräche darüber begonnen. Deutschland, Luxemburg, Finnland und die Niederlande würden diesen Kurs unterstützen. Der österreichische Bundeskanzler stellte sich als Reaktion auf seinen Vize gegen diesen Kurs: "Die negativen Folgen des Zerbrechens der Eurozone würden allfällige Vorteile für einzelne Länder bei weitem übersteigen", teilte Faymann mit. Einen "Rauswurf" könne er nicht empfehlen. Die Grünen warfen Spindelegger Populismus und ein Anbiedern an den Kurs der Rechtsparteien im Land vor. Für die rechte FPÖ, die den EU-Austritt Österreichs fordert, versucht der Außenminister nur von seinem Versagen abzulenken./mib/DP/hbr WIEN (dpa-AFX)Weitere Links:







