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17.08.2012 16:24

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DEBATTE IN WIEN

'Rausschmiss aus der Eurozone'? - Österreichs Regierung uneinig


Scharfe Töne in der Debatte um ein Zerbrechen der Eurozone haben in Österreich für Unstimmigkeiten in der Regierung gesorgt.

Während der konservative Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) unartige Länder aus der Union "rausschmeißen" möchte, warnt der sozialdemokratische Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) vor negativen Folgen.

    "Wir brauchen Möglichkeiten, dass man jemanden aus der Währungsunion rausschmeißt", forderte der Außenminister in der Wiener Zeitung "Kurier" (Freitagsausgabe). Damit meine er Länder wie Griechenland, die sich nicht an Verpflichtungen halten: "Wenn es diese Regel schon gäbe, hätte man schon Konsequenzen ziehen müssen."

   Für die Möglichkeit eines Ausschlusses einzelner Länder müsse man den EU-Vertrag ändern, so Spindelegger: "Ich bin fest davon überzeugt, dass es durchzubringen ist." Er habe mit seinen Außenminister-Kollegen bereits Gespräche darüber begonnen. Deutschland, Luxemburg, Finnland und die Niederlande würden diesen Kurs unterstützen.

   Der österreichische Bundeskanzler stellte sich als Reaktion auf seinen Vize gegen diesen Kurs: "Die negativen Folgen des Zerbrechens der Eurozone würden allfällige Vorteile für einzelne Länder bei weitem übersteigen", teilte Faymann mit. Einen "Rauswurf" könne er nicht empfehlen.

  Die Grünen warfen Spindelegger Populismus und ein Anbiedern an den Kurs der Rechtsparteien im Land vor. Für die rechte FPÖ, die den EU-Austritt Österreichs fordert, versucht der Außenminister nur von seinem Versagen abzulenken./mib/DP/hbr

WIEN (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/Stephen Strathdee

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Kommentare zu diesem Artikel

ottnang schrieb:
18.08.2012 14:38:22

Die sich an HOLLANDE angebiederte SPD macht doch auch in Österreich Wind gegen die bis jetzt erfolgreiche KONSERVATIVEN EU-Staaten.

belfegore schrieb:
18.08.2012 13:53:55

tja @Floater, deshalb Fr. Merkel den BGH zustimmen lassen,dass die Wehrmacht in unbestimmten Fällen im Innland eingreifen darf. !Wir sind das Volk! ging vor 25 Jahren noch durch. Mit den genzen Fehlern, die in dieser Zeit gemacht wurden,- Heute, nicht mehr!

Floater schrieb:
17.08.2012 19:59:29

Ich bin ueberrascht, dass immer mehr Nicht-SPD-Politiker das EU-vertragswidrige Alimentationsprinzip zugunsten der Schuldenstaaten, das zu einem Aussaugen Deutschlands führt, nicht mehr mittragen wollen! Bislang durfte dies nicht einmal gedacht werden!

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