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09.02.2012 13:05

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REAKTION AUF SPARPLÄNE

Griechische Gewerkschaften rufen zu zweitem Generalstreik auf


Die beiden großen griechischen Gewerkschaftsverbände haben zu einem neuen 48-stündigen Generalstreik aufgerufen, der das Land am Freitag und Samstag lahmlegen soll.

In einer gemeinsamen Erklärung erklärten sowohl die Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst, als auch der Gewerkschaftsverband für die private Wirtschaft, sie wollten mit dem Streik die drakonischen Bedingungen für das neue Hilfspaket anprangern. "Die neuen Forderungen sind der Grabstein der griechischen Gesellschaft", hieß es in der Erklärung. Bereits am Dienstag hatten tausende Griechen gegen die Sparpläne und Anforderungen der internationalen Gläubiger demonstriert.

   Der Streikaufruf kam nur Stunden, nachdem die Regierung den Verhandlungsmarathon mit der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds ohne abschließende Einigung unterbrochen hatte. Die Regierung und die sie tragende Koalition aus drei Parteien hatte sich jedoch bereit erklärt, fast alle Bedingungen der öffentlichen Gläubiger erfüllen zu wollen.

   Uneinigkeit herrschte noch über die Anpassung im griechischen Rentensystem. Bis jetzt steht eine Lücke von 300 Millionen Euro, die das Land irgendwie stopfen soll. Nach Informationen eines ranghohen EU-Vertreters hat Griechenland dafür bis Sonntag Zeit bekommen.

   Nach Angaben der nationalen Statistikbehörde hat sich die Arbeitslosigkeit im November um 2,7 Prozentpunkte auf 20,9 Prozent erhöht. Damit sind jetzt über eine Millionen Menschen ohne Arbeit.

ATHEN (Dow Jones)

Bildquellen: Vasiliki Varvaki/iStock

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