23.01.2013 15:39
Bewerten
 (0)

Regierung sieht Fortschritte bei Sicherung des Fachkräftebedarfs

    BERLIN (dpa-AFX) - Trotz aller Anstrengungen klagt die Wirtschaft über einen fortdauernden Engpass an Fachkräften. Gleichwohl sieht die Bundesregierung erste erfolgreiche Schritte auf dem Weg zur Behebung des Mangels. "Wir sind besser und schneller, als das noch vor einigen Jahren absehbar war", sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch in Berlin bei der Vorlage des ersten Fachkräfte-Reports. Den hatte zuvor das Bundeskabinett gebilligt.

 

    Positive Trends zeichnen sich danach bei der Erwerbsbeteiligung insgesamt ab, vor allem aber bei Frauen und Älteren. So nahm die Erwerbstätigenquote von 2005 bis 2012 um sieben Punkte auf 77,1 Prozent zu. Deutschland liege damit hinter Schweden im EU-Vergleich an zweiter Stelle, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das nationale EU-Ziel für 2020 sei damit vorzeitig erreicht. Die Regierung hatte ihr Fachkräftekonzept im Juni 2011 beschlossen.

 

    Die Aufgabe erfordert nach den Worten von der Leyens über viele Jahre hinweg noch einen langen Atem. "Fachkräftesicherung ist die Herausforderung schlechthin. Es ist die Achillesferse der deutschen Wirtschaft." Zufrieden zeigte sie sich mit dem Anstieg der Beschäftigungsquote auf 62,1 Prozent bei den 55- bis 64-Jährigen. Doch auch hier sei noch mehr möglich.

 

    Aktuell gibt es hierzulande rund 850 000 offene Stellen. Die Zeit, bis sie wiederbesetzt werden können, ist zuletzt von 62 auf 76 Tage gestiegen. Daran werde die Diskrepanz zwischen hoher Nachfrage nach Fachkräften und begrenztem Angebot deutlich, sagte die Ministerin. Es gehe inzwischen nicht nur um Akademiker. Zunehmend gesucht würden auch Menschen mit Ausbildungsberufen wie Klimatechniker oder Handwerker.

 

    Ohne Gegensteuern zeichnet sich ab, dass in Deutschland bis 2025 bis zu sechs Millionen Erwerbsfähige weniger zur Verfügung stehen als heute. "Wegen des demografischen Wandels wird die Zahl der Menschen am Arbeitsmarkt nicht zunehmen", sagte von der Leyen. "Das heißt, wir müssen die Potenziale derer, die da sind, auch ausschöpfen." Die größte Dynamik zeigte die Entwicklung bei Frauen: Im Herbst 2012 waren 71,7 Prozent von ihnen berufstätig.

 

    Handlungsbedarf sieht der Bericht vor allem bei Menschen mit ausländischen Wurzeln. So lag die Arbeitslosigkeit unter Ausländern zum Jahresende doppelt so hoch wie unter Deutschen. 70 Prozent von ihnen haben laut Report keinen anerkannten Berufsabschluss. Allerdings steige die Qualifikation der Zuwanderer ständig. Sie seien jünger und besser gebildet als der Durchschnitt der Deutschen.

 

    Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gilt bei schrumpfendem Erwerbstätigenpotenzial als wesentliche Voraussetzung für weiteres Wirtschaftswachstum. Aus Sicht von der Leyens geht es nun darum, Beruf und Familie besser miteinander zu verzahnen, dazu Frauen den Rückweg aus Teil- in Vollzeitarbeit verlässlicher zu ermöglichen, die Qualifizierung von Älteren zu forcieren und jungen Menschen zwischen 25 und 35 Jahren ohne Berufsabschluss eine "zweite Chance" zu geben. "Denn ohne Berufsausbildung", so die Ministerin, "hat man so gut wie keine Chance am Arbeitsmarkt."/vs/DP/jkr

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt über 12.000-Punkte-Marke -- Dow Jones erstmals über 21.000 Zählern und aktuell fester -- Nordex mit Zuwächsen -- US-Autoabsatzzahlen -- Bayer, Covestro, Linde, Praxair im Fokus

McDonald's-Aktie vom Handel ausgesetzt. Opel und GM: Eine unendliche Geschichte? Fünf Szenarien für die Zukunft Europas nach dem Brexit. Mylan-Gewinn mehr als verdoppelt. Darum macht Buffetts Apple-Investment wirklich Sinn. Zalando will 2017 Wachstumstempo halten. US-Rohöllagerbestände gestiegen.
Welche Branchen man besser meiden sollte.
Jetzt durchklicken
Diese Autos hat Trump in seinem Fuhrpark
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Zertifikats? Welcher der fünf folgenden Risikoklassen (RK) würden Sie sich persönlich zuordnen?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Nordex AGA0D655
Deutsche Bank AG514000
Siemens AG723610
Daimler AG710000
GAZPROM PJSC (spons. ADRs)903276
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
OSRAM Licht AGLED400
Apple Inc.865985
BASFBASF11
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750