16.11.2012 17:16
Bewerten
 (0)

Regling sieht mehr als die Hälfte nötiger Anpassungen erledigt

   Von Andreas Kißler

   BERLIN--Der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, hält über die Hälfte der nötigen Korrekturen in südeuropäischen Krisenländern für bewältigt. "Dieser Prozess muss weitergehen. Aber wenn ich mir die Daten anschaue, komme ich zu der Schlussfolgerung, dass mehr als die Hälfte erfolgt ist", sagte der Deutsche beim Führungstreffen Wirtschaft der Süddeutschen Zeitung. "Die Exporte steigen in allen südeuropäischen Ländern", hob er hervor. "Es tut sich überall etwas in Südeuropa, es dauert nur etwas, bis es sich in den Zahlen niederschlägt."

   Griechenland bezeichnete Regling als "Sonderfall", weshalb die privaten Gläubiger des Landes auch einen Schuldenschnitt von mehr als 50 Prozent hingenommen hätten. "Das kann ja nur eine ganz große Ausnahme sein", meinte der Direktor des Europäischen Stabilitätsmechanismus. Einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone lehnte Regling erneut ab. "Dann wird es richtig teuer für den deutschen Steuerzahler", warnte er.

   Der ESM-Chef lobte Fortschritte in Ländern wie Irland, das wieder Zugang zum Kapitalmarkt erlangt habe, zeigte aber auch Verständnis für Proteste in den Ländern, in denen die Bevölkerung "schmerzhafte" Einkommensverluste hinnehmen musste. "Dass da die Bevölkerung nicht glücklich ist, ist logisch." Jedoch verwies er auf Länder wie Indonesien, die Türkei und Brasilien, die ihre Überschuldung mit Reformprogrammen überwunden hätten, die bei den Menschen zunächst zu Verzweiflung geführt hätten.

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com

   DJG/ank/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   November 16, 2012 10:45 ET (15:45 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 45 AM EST 11-16-12

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow fester -- Deutsche Bank-Aktie mit neuem Allzeittief -- TV-Duell mit Schlagabtausch Trump-Clinton -- Commerzbank: 9.000 Stellen und Dividende in Gefahr -- Twitter im Fokus

Erste Bilder aufgetaucht: Google bringt neue Smartphones auf den Markt. American Express-Aktie steigt: Anleger erhalten mehr Dividende. Lufthansa-Aktie verliert: Aufsichtsrat entscheidet wohl zu Air-Berlin-Deal. EZB und Chinas Notenbank verlängern Währungsswap um drei Jahre.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?