PARIS (dpa-AFX) - Der französische Autobauer
Renault will mit dem Verkauf seiner restlichen Volvo-Aktien seine Schuldenlast verringern und zugleich sein Investitionspolster aufbessern. Wie der Konzern am Mittwochabend mitteilte, wird er seine verbliebenen 6,5 Prozent an dem schwedischen Konkurrenten Volvo über die
Börse verkaufen. Die Platzierung der 138,6 Millionen Volvo-A-Aktien wird die US-Bank Goldman Sachs vornehmen. Der Anteil hat gemessen am letzten Schlusskurs einen Wert von 13,3 Milliarden schwedischen Kronen (1,5 Mrd Euro).
Renault hat besonders stark mit der schwierigen Lage auf dem europäischen Automarkt zu kämpfen. Im Oktober brach der Absatz der Franzosen in Europa um 18 Prozent ein. Der Schuldenstand von Renault ist inzwischen doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Das Geld aus dem Volvo-Verkauf soll nun in den Abbau der Verbindlichkeiten fließen. Aber auch Investitionen in Märkte wie Frankreich, Russland oder China seien dringend nötig, um sich besser für den Wettbewerb zu wappnen und die Expansion voranzutreiben, teilte Renault mit.
Der Konzern war 2001 bei Volvo eingestiegen, als er damals sein Geschäft mit schweren Lkw an die Schweden verkaufte. Ein Aktienpaket in Höhe von knapp 15 Prozent wurde bereits 2010 verkauft. /she/ck