05.11.2012 21:55
Bewerten
 (0)

Rettungsschirm ESM finanziert zuerst die starken Euroländer

    WIEN (dpa-AFX) - Der permanente Euro-Rettungsschirm ESM verwendet die ersten Mittel von den Mitgliedsländern nicht um den Euro-Problemländern zu helfen, sondern dafür, niedrigverzinste Anleihen starker Euroländer zu kaufen, bestätigte ESM-Chef Klaus Regling am Montag in Wien.

 

    Dafür stehen dem Stabilitätsmechanismus seit wenigen Wochen 32 Milliarden Euro zur Verfügung, 900 Millionen Euro davon aus Österreich. "Die erste Tranche ist von ausnahmslos allen Mitgliedsländern zeitgerecht eingezahlt worden", sagte Regling. Wie viel davon schon ausgegeben worden ist, wollte er nicht spezifizieren. Man wolle mit den Käufen die Märkte "nicht stören".

 

    Bei dem Geld handelt es sich um das eingezahlte Kapital, das im Jahr 2014 80 Milliarden Euro erreichen soll. Das Kapital wird in "AAA"- oder "AA"-gerateten Anleihen von Staaten und zu einem kleineren Teil in Bonds kreditwürdiger internationaler Organisationen investiert. Die Anleihen würden nicht direkt für künftige Hilfsprogramme verwendet, "wir rühren das nicht an", erklärte Regling bei einer Veranstaltung der RZB.

 

    Die Problemländer hätten bereits die Hälfte ihres Reformwegs hinter sich, meint man im ESM. "Irland und Portugal sind Erfolgsgeschichten", Griechenland die "große Ausnahme". Der ebenfalls anwesende ÖGB-Präsident Erich Foglar widersprach. Erzielte Fortschritte seien "ausschließlich durch die Zerstörung der Löhne" der Beschäftigten in den Problemländern zustandegekommen./mer/APA/he

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die öffentliche Verschwendung

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?