London (aktiencheck.de AG) - Der britisch/australische Bergbaukonzern
Rio Tinto plc/ Ltd. (ISIN AU000000RIO1/ WKN 855018) hat einer Kapitalbeteiligung durch das chinesische Aluminiumunternehmen Aluminium Corp of China (Chinalco) eine Absage erteilt.
Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werde man anstelle einer Beteiligung durch den chinesischen Konzern eine Kapitalerhöhung im Gesamtvolumen von 15,2 Mrd. Dollar durchführen. Dabei sollen 21 neue Anteilsscheine der Rio Tinto plc für 40 bestehende Anteilsscheine zu einem Ausgabekurs von jeweils 1.400 Pence je Aktie ausgeben werden. Des Weiteren ist die Emission von neuen Rio Tinto Ltd.-Anteilsscheinen zu einem Bezugspreis von 28,29 Australischen Dollar (AUD) im Verhältnis 40 zu 21 geplant. Durch die Kapitalmaßnahme soll die Konzernverschuldung auf 23,2 Mrd. Dollar reduziert werden. Im Februar hatte man ursprünglich mit Chinalco eine Kapitalbeteiligung in Höhe von 19,5 Mrd. Dollar vereinbart, womit der Anteil des chinesischen Konzerns an Rio Tinto auf bis zu 18 Prozent gestiegen wäre. Der Chairman von Rio Tinto, Jan du Plessis, begründete die Entscheidung zur Durchführung einer Kapitalerhöhung mit dem zuletzt deutlich verbesserten Kapitalmarktumfeld, womit sich auch gleichzeitig die Konditionen der mit Chinalco vereinbarten Transaktion verschlechtert hätten.
Im Anschluss kündigte Rio Tinto außerdem eine Vereinbarung mit dem britisch/australische Minenkonzern BHP Billiton plc/ Ltd. (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) (ISIN AU000000BHP4/ WKN 850524) über eine Zusammenlegung der westaustralischen Eisenerzaktivitäten beider Konzerne im Rahmen eines 50/50-Joint Ventures an. Dabei sei eine entsprechende Vorvereinbarung zwischen den beiden Konzernen Unterzeichnet worden. Im Zuge der Transaktion werde Rio Tinto dabei von BHP Billiton eine Ausgleichszahlung in Höhe von 5,8 Mrd. Dollar erhalten.
Die Aktie von Rio Tinto notiert aktuell in London mit einem Plus von 11,25 Prozent bei 3.026,00 Pence. (05.06.2009/ac/n/a)