15.07.2012 14:36
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Rösler will Spätverkaufsstellen in Berlin retten

    BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich für eine bundesweite Freigabe der Ladenöffnungszeiten ausgesprochen. "Ich halte es für richtig, dass die Ladeninhaber selbst entscheiden, wann sie ihre Geschäfte öffnen wollen. Das gilt auch für die Spätverkaufsstellen in Berlin", sagte Rösler der in Berlin erscheinenden "B.Z. am Sonntag". Berlins Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz (parteilos) will dagegen erst in Ruhe das Für und Wider einer Sonntagsöffnung abwägen.

 

    Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg müssen Läden, die mehr als Blumen, Zeitungen, Brötchen und Milchprodukte verkaufen, sonn- und feiertags geschlossen bleiben. Auch Berliner Landespolitiker haben bereits Hilfe angeboten. Der SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck will die umstrittene Sonntagsöffnung nach der Sommerpause im Abgeordnetenhaus zum Thema machen.

 

    Die Wirtschaftssenatorin sagte dagegen der "Bild"-Zeitung (Samstag): "Bei einer Diskussion, die schnell zur grundlegenden über die Ladenöffnungszeiten werden könnte, möchte ich nicht vorpreschen. Es geht ja unter anderem um Sonntagsarbeit, und die Sicht der Kirche." Offen wäre sie für eine Lösung, bei der nur die Ladeninhaber sonntags von 13.00 Uhr an hinter der Verkaufstheke stehen. "Es wären ja keine Arbeitnehmer betroffen, sondern Inhaber. Die können selbst entscheiden, ob sie arbeiten wollen", sagte von Obernitz./bh/DP/stb

 

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