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07.02.2012 17:27

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Röttgen: Ökostrom stabilisiert Stromnetz


    BERLIN (dpa-AFX) - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sieht die Prophezeiungen schwerer Stromausfälle im Winter als Folge der Energiewende widerlegt. "Gerade die jetzigen Tage mit klirrender Kälte zeigen, dass die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität leisten", sagte er den "Nürnberger Nachrichten" (Dienstag). "Wie bei der falschen Prognose höherer Strompreise hat sich auch die Prognose als falsch erwiesen, dass die Netze bei Kälte zusammenbrechen", sagte Röttgen.

 

    Es sei interessant, dass Deutschland gerade in diesen Tagen mit einer sehr hohen Nachfrage sogar noch Strom exportiere - dank Photovoltaik und Windenergie. "Wir hatten in den letzten Tagen eine Kapazität von bis zu 10 000 Megawatt an Sonnenstrom, das entspricht der Leistung von rund 10 Kernkraftwerken, und bis zu 11 000 Megawatt Windstrom", sagte Röttgen.

 

    Zahlen der europäischen Übertragungsnetzbetreiber zeigen, dass Deutschland trotz eines hohen eigenen Energiebedarfs zum Beispiel am Dienstagmittag stündlich rund 1000 Megawatt Strom exportierte.

 

    Röttgen wies zudem den Eindruck zurück, die Regierung behindere sich bei der Energiewende gegenseitig und fahre diese gegen die Wand, wie SPD-Chef Sigmar Gabriel meint: "Die Energiewende ist das größte Infrastruktur- und Modernisierungsprojekt der letzten Jahrzehnte, es wäre absurd zu glauben, sie könnte in wenigen Monaten geschafft sein", sagte Röttgen. "Die entscheidenden Weichen sind gestellt."

 

    Seit den Beschlüssen zur Energiewende sei eine Novelle zur besseren Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung beschlossen worden, außerdem eine Verordnung zum besseren Netzausbau. "Der bekam auch eine völlig neue Rechtsgrundlage mit früher Bürgerbeteiligung." Die Erneuerbaren Energien stünden hinter der Braunkohle inzwischen auf Platz zwei mit einem Anteil von 20 Prozent - zudem sei die über den Strompreis zu zahlende Umlage für die Ökoenergie-Förderung stabil - es sei wichtig die Verbraucher bei den Kosten nicht zu überfordern./ir/DP/fn

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