EMFIS.COM - Moskau 18.11.2011 (www.emfis.com)
Der mehrheitlich in staatlicher Hand befindliche russische Öl-Konzern Rosneft möchte weiter wachsen, um von der voraussichtlich steigenden Nachfrage an Öl in den kommenden Jahren verstärkt zu profitieren und will aus diesem Grund seine Investitionen stärker ausbauen.
So plant der russische Öl-Konzern große Investitionen in den Ausbau von Liegenschaften und Raffinerien zu tätigen. Wurden im Jahr 2011 noch Investitionen in Höhe von elf Milliarden
Dollar geplant, so sollen diese im kommenden Jahr wesentlich mehr betragen. Genaue Zahlen wurden nicht genannt. Zugute kommen soll das Geld unter anderem dem Vankor-Vorkommen. Die Gewinnung des schwarzen Goldes soll hier um beachtliche 67 Prozent ausgeweitet werden. In zwei Jahren soll damit die Fördermenge auf gewaltige 500.000 Barrel Öl pro Tag gesteigert werden.
Finanzierung problemlos möglichAn finanziellen Mitteln wird dieses Vorhaben sicher nicht scheitern, da Rosneft die Investitionen aus seinem operativen Geschäft problemlos aufbringen kann. Auch die russische Regierung unterstützt dieses Projekt: So reduzierte sie die Exportzölle auf
Rohöl und kommt somit dem Öl-Förderer entgegen, da dadurch die Gewinnmargen der betreffenden Unternehmen steigen.
Anleger, die Einzel-Investments in russische Dividenden-Papieren unter Risikoaspekten nicht scheuen und zudem von wenigstens halbwegs stabilen Ölpreisen ausgehen, dürften zumindest auf Sicht von einigen Jahren an der Rosneft-Aktie ihre Freude haben, auch weil das Papier derzeit außerordentlich günstig bewertet ist.