08.09.2013 12:22
Bewerten
 (0)

Rot und Grün uneinig bei EEG - BDI fordert Reform - Magazin

   SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und der grüne Spitzenkandidat Jürgen Trittin sind sich in der Energiepolitik uneins. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Magazin "Der Spiegel" forderte Steinbrück eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), während Trittin daran festhalten will: "Das EEG ist das Instrument, das am schnellsten und zu den besten Preisen für Wachstum sorgt", sagte Trittin und ergänzte, beim Ausbau der Erneuerbaren hätten Grüne und SPD "unterschiedliche Meinungen, wie schnell man das macht".

   "Unterschiedliche Sichtweisen" gibt es laut Trittin auch dahingehend, was eine rot-grüne Regierung in den ersten 100 Tagen angehen sollte. Die Grünen fordern, dass bei der EEG-Umlage sehr schnell gegengesteuert werden müsse, die SPD hat das Thema Energiewende dagegen nicht in ihr 100-Tage-Programm aufgenommen. Der Forderung der Grünen, deutlich weniger Unternehmen als bisher von der EEG-Umlage zu befreien, erteilte Steinbrück eine Absage. "Wir werden die wirtschaftliche Wohlstandsbasis hier in Deutschland nicht in Frage stellen: nämlich die industrielle Wertschöpfungskette". Deshalb müsse man sich mit der Energiepreisentwicklung für Unternehmen beschäftigen.

   Unterdessen forderte Ulrich Grillo, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) von der Bundesregierung eine "radikale Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in den ersten 100 Tagen nach der Wahl". In einer Energiekonferenz "unter Leitung des Kanzleramtes" müssten sich alle "wichtigen Gruppen, also Verbraucher, Umweltverbände, Politik und Industrie verständigen", so Grillo gegenüber dem Magazin.

   Sollte der Vorschlag kein Gehör finden, wolle er zu "drastischeren Maßnahmen" greifen und ein Moratorium durchsetzen. Der BDI werde dann "dafür kämpfen, die milliardenschwere Förderung der Erneuerbaren Energien so lange zu stoppen, bis ein wirklich tragfähiges Gesamtkonzept vorliegt". Erst nach einem solchen Moratorium dürfe die Förderung "wieder anlaufen, dosiert und auf einem deutlich niedrigeren Niveau".

   Die deutsche Industrie sei angesichts der hohen Strompreise international immer weniger wettbewerbsfähig, begründet der BDI-Präsident seine Forderung.

   Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

   DJG/gos

   (END) Dow Jones Newswires

   September 08, 2013 05:51 ET (09:51 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 51 AM EDT 09-08-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX geht stabil ins Wochenende -- Wall Street freundlich -- PayPal-Deal mit Visa -- ElringKlinger kassiert Prognose -- Starbucks, Boeing, AMD im Fokus

Teile ehemaliger Bilfinger-Sparte offenbar wieder zum Verkauf. Rekordtransfer: Schürrle-Wechsel zum BVB offiziell. Gewinneinbruch bei American Airlines. GE punktet mit Energie und Luftfahrt. VW-Konzern setzt in Südkorea Verkauf von 79 Modellen aus. Heideldruck-Chef Linzbach verlässt Unternehmen. EZB-Vertreter: Probleme italienischer Banken lösbar.
Die wertvollsten Marken 2016
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung sieht keine Auswirkungen des Putschversuchs in der Türkei auf das Flüchtlingsabkommen mit der EU. Sehen Sie das auch so?