Roter Wochenausklang: DAX & Dow im Minus -- METRO nach Ausblick unter Druck -- Chevron steigert Gewinn deutlich -- US-Airline-Fusion auf Zielgerade -- Goldman Sachs, HRE, Apple, UBS, TOTAL im Fokus
- JP: Bank of Japan - Leitzinsentscheid
- JP: Verbraucherpreise landesweit März
- JP: Arbeitsmarktdaten März
- JP: Industrieproduktion März
- D: Großhandelsumsatz 1. Quartal
- EU: Arbeitslosigkeit März
- EU: Vorabschätzung Inflation Eurozone April
- USA: BIP 1. Quartal 2010 (Vorabschätzung)
- USA: Einkaufsmanagerindex Chicago April
- USA: Verbrauchervertrauen Uni Michigan April
- AMERIGROUP: Quartalszahlen
- Baader Wertpapierhandelsbank: Jahresabschluss
- Bayer: Hauptversammlung
- BIEN-ZENKER: Bilanzpressekonferenz
- bmp: Jahresabschluss
- Chevron: Quartalszahlen
- Credit Suisse: Hauptversammlung
- D.R. Horton : Quartalszahlen
- Deutsche EuroShop: Jahresabschluss
- Erste Group Bank: Quartalszahlen
- Fortis: Quartalszahlen
- Fujifilm: Jahresabschluss
- Macquarie Group: Quartalszahlen
- Maternus-Kliniken: Quartalszahlen
- METRO: Quartalszahlen
- Nemetschek: Quartalszahlen
- ConocoPhillips: Quartalszahlen
- syskoplan: Quartalszahlen
- TDK: Quartalszahlen
- TOTAL: Quartalszahlen
US-Verbraucherstimmung drückt DAX ins MinusNachdem der deutsche Aktienmarkt am Vortag einen Erholungskurs einleiten konnte, setzte sich diese Tendenz auch am letzten Handelstag der Woche fort. Gute Vorgaben aus den USA und Asien wirkten sich dabei positiv aus und verhalfen den Börsen zu einem festen Start. Nach zwischenzeitlichem Aufwärtstrend, im Rahmen dessen der Markt seine Gewinne ausbaute, machten sich ab Mittag fehlende Kaufimpulse bemerkbar. Die Börsen ließen ihre Tageshochs hinter sich und notierten um den Vortagesschluss. Im Anschluss sorgten US-Konjunkturdaten für Minuszeichen.
Nach der Zahlenflut der vergangenen Tage legte die Berichtssaison am Freitag eine kleine Pause ein. Neben der Bilanz des Einzelhandelsriesen METRO standen hierzulande kaum bewegende Unternehmensnachrichten auf der Agenda (zum Video). Der Einzelhandelskonzern hat zwar einen guten Jahresstart vermeldet und seinen Verlust reduziert, der Ausblick enttäuschte die Anleger aber - die Aktie gab nach.
Darüber hinaus richtete sich das Hauptaugenmerk der Anleger auf US-Wirtschaftsdaten. Am Nachmittag brachte die Vorabschätzung des US-BIPs für das erste Quartal kaum Bewegung. Dieses war nahezu wie erwartet gestiegen. Ein gegenüber dem Vormonat schwächer ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen, ermittelt von der Universität Michigan, trübte die Stimmung am Nachmittag indes kurzfristig deutlich.
Der DAX stieg mit einem leichten Plus von 0,07 Prozent bei 6.155,57 Punkten in den Handel ein. Die Gewinne wurden im Verlauf deutlicher ausgebaut, der Leitindex nahm zwischenzeitlich Kurs auf die 6.200er-Marke, konnte diese aber nicht zurück erobern. Am Mittag setzten Gewinnmitnahmen ein - die Standardwerte pendelten um den Vortagesstand. Am Nachmittag rutschte der DAX aufgrund einer schwachen US-Verbraucherstimmung deutlicher ins Minus. Die Verluste konnten jedoch auf zuletzt 0,15 Prozent und damit einen Schlussstand von 6.136 Punkten reduziert werden.
Der TecDAX legte zum Start zunächst leicht zu, konnte im Verlauf aber deutlicher in die Gewinnzone vorrücken. Im Verlauf rutschte das Börsenbarometer jedoch ebenfalls in die Verlustzone. Die Aktie von SINGULUS setzte sich mit einem kräftigen Kursplus an die Spitze unter den Techwerten - am Vortag hatte der Anteilsschein infolge schwacher Zahlen noch kräftig eingebüßt. Der Techwerteindex verlor 0,3 Prozent auf 803 Zähler.
22:30 Uhr: Wall Street: Rot ins WochenendeNach zunächst unentschlossenem Start übernahmen an der Wall Street im Verlauf des Freitagshandels die Verkäufer das Ruder - die US-Börsen verabschiedeten sich mit Verlusten aus der Handelswoche.
Eine Reihe von Konjunkturdaten sorgte für Bewegung in New York: Die Vorabschätzung des US-BIP ergab mit 3,2 Prozent im ersten Quartal einen Wert nahe den Erwartungen. Die Marktteilnehmer hatten sich wohl eine größere Belebung der US-Wirtschaft erwartet. Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte am Freitag für April 2010 einen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So stieg der Einkaufsmanager-Index auf 63,8 Punkte, nach 58,8 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 59,9 Zählern erwartet. Deutlich belastend wirkte sich die Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens aus: Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im April 2010 verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So lag der Gesamtindex bei 72,2 Punkte (vorläufig: 69,5 Punkte). Volkswirte waren von einem Wert von 71,0 Punkten ausgegangen.
Auf Unternehmensseite blieb es weitgehend ruhig. Neben der offenbar immer konkreter werdenden Fusion der beiden US-Fluggesellschaften Continental Airlines und United Airlines, stand das Zahlenwerk von MetLife im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Der US-Lebensversicherer hat im Auftaktquartal die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft und unter dem Strich einen Gewinn von 805 Millionen Dollar generiert. Auch dem US-Ölkonzern Chevron gelang ein deutlicher Umsatz- und Gewinnsprung, womit die Prognosen klar übertroffen werden konnten. Daneben hat der US-Softwarekonzern Microsoft offenbar seine Tablet-PC-Pläne begraben. Ein Sprecher sagte dem "Wall Street Journal", dass man die Entwicklung vorerst eingestellt habe. Zudem hat nach Informationen des Blattes neben der US-Börsenaufsicht auch die Staatsanwaltschaft Manhattan die US-Großbank Goldman Sachs wegen Betrugs ins Visier genommen.
Der Dow Jones verlor am Freitag schlussendlich 1,24 Prozent und ging bei 11.008,61 Punkten aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq Composite verabschiedete sich 2,02 Prozent schwächer bei 2.461,19 Zählern ins Wochenende.
19:45 Uhr: Renault peilt 2011 schwarze Zahlen anDer französische Autobauer Renault hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2011 wieder in die Gewinnzone zurück fahren zu können. Das betonte Konzernchef Carlos Ghosn auf der Hauptversammlung. 2009 war unter dem Strich ein Fehlbetrag von drei Milliarden Euro angefallen, auch im aktuellen Geschäftsjahr rechnet man erneut mit roten Zahlen.
18:57 Uhr: R.Stahl kauft zuDer Konzern R STAHL hat sich durch eine Übernahme verstärkt. Wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilte, wurde die britische Clifford & Snell übernommen, entsprechende Verträge habe man bereits unterschrieben. Durch den Zukauf verstärken sich die Deutschen im Bereich Signalgeräte. Langfristig soll der Umsatz in diesem Zusammenhang verdreifacht werden.
17:23 Uhr: Euro-Finanzminister beraten über Griechenland-HilfeDie Euro-Finanzminister werden am kommenden Sonntag in Brüssel bei einem Sondertreffen über das Rettungspaket für Griechenland beraten. Der Termin für die Zusammenkunft wurde aus der Umgebung von Luxemburgs Jean-Claude Juncker mitgeteilt, der die Eurogruppe leitet.
17:01 Uhr: Euro-Kurs steigtDie europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag fester mit 1,3302 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch bei 1,3226 Dollar notiert. Beflügelnd wirke Händlern zufolge die sich abzeichnende Umsetzung des Hilfspakets für Griechenland.



