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ING Markets

08.10.2007 08:23

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Ruhiger Feiertagshandel an der Wall Street --- General Motors mit Rekordabsatz --- US-Banken vor Milliardenabschreibungen --- SAP bremst den DAX aus


Die US-Börsen haben nach ruhigem Feiertagshandel nahezu unverändert geschlossen. Im Vorfeld der morgen startenden Quartalsberichtssaison in den USA verhielten sich die Anleger abwartend. Zuvor hatte der Anteilsschein von SAP für leichte Abschläge an den deutschen Parketts gesorgt.

Den US-Börsen fehlten am heutigen Handelstag wichtige Impulse. Auf Unternehmensseite herrschte relative Nachrichtenarmut, auch Konjunkturdaten standen nicht auf der Agenda. Zudem blieben einige Märkte aufgrund des Columbus Day geschlossen, was ein geringes Handelsvolumen zur Folge hatte. Der Dow Jones Industrial, der am Freitag erneut oberhalb der 14.000-Punkte-Marke geschlossen hatte, ging mit einem leichten Abschlag von 0,16 Prozent auf 14.043,73 Zähler aus dem Handel. Auch der Technologiebörse Nasdaq fehlten die Impulse, der Index verabschiedete sich jedoch mit mit einem leichten Aufschlag von 0,25 Prozent auf 2.787,37 Punkte in den Feierabend.

General Motors: Verkaufsrekord in Europa
Der weltweit zweitgrößte Autobauer General Motors hat im aktuellen Geschäftsjahr mehr Fahrzeuge in Europa verkauft als jemals zuvor. Wie der Opel-Mutterkonzern mitteilte, stiegen die Absatzzahlen in den ersten neun Monaten in Europa um 8,1 Prozent auf 1,65 Millionen. Damit zog auch der Marktanteil in Europa um 0,3 Punkte auf 9,5 Prozent an. Besonders der Opel Astra habe dabei zum Verkaufsrekord beigetragen, hieß es von Konzernseite.

US-Finanzwerte im Fokus
Die US-Hypothekenkrise zieht weitere Kreise. Nachdem bereits die Schweizer Bank UBS, das US-Institut Citigroup und die Deutsche Bank Milliardenabschreibungen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise eingeräumt hatten, stehen nun Presseangaben zufolge erneut zwei US-Institute vor milliardenschweren Verlusten. Wie die Financial Times berichtet, werden sowohl JP Morgan als auch die Bank of America bei der Vorlage ihrer Quartalsbilanzen voraussichtlich Verluste in Höhe von insgesamt rund drei Millarden Dollar ausweisen müssen.


Deutsche Märkte nach impulsarmem Handel mit Abschlägen
Die positive Handelsstimmung in Asien hat sich im Montagshandel nicht auf die deutschen Marktteilnehmer übertragen. Der Standardwerteindex DAX konnte die am Freitag geknackte 8.000-Punkte-Marke nicht nachhaltig verteidigen und beendete den ersten Handelstag der Woche mit einem Abschlag von 0,35 Prozent auf 7.974,37 Punkte. Dabei drückte besonders die Aktie von SAP auf die Anlegerstimmung. Zudem fehlten Impulse aus Übersee. Der Technologiewerteindex TecDAX konnte zu Handelsbeginn zunächst seine positive Performance vom Freitag fortsetzen und notierte lange oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 Zählern. Im weiteren Handelsverlauf rutschte der Index jedoch ebenfalls in die Verlustzone und beschloss den Handel mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei 993,49 Punkten.

Deutsche Industrie meldet wieder mehr Aufträge
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat sich im August leicht erholt. Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge zogen die Bestellungen im August preis- und saisonbereinigt um 1,2% gegenüber dem Vormonat an. Gleichzeitig wurde die Zahl für Juli korrigiert, der kräftige Rückgang war offenbar weniger dramatisch als zunächst berichtet. Das BMWi bezifferte den Rückgang nunmehr auf 6,1 Prozent statt der vorläufig ausgewiesenen minus 7,1 Prozent.

SAP vor Milliardenzukauf
Der Walldorfer Softwarekonzern SAP steht vor dem größten Zukauf der Konzerngeschichte. Demnach will das Unternehmen den französisch-amerikanischen Mitwettbewerber Business Objects übernehmen und legt dafür 4,8 Milliarden Euro auf den Tisch. Bislang hatte sich SAP - anders als der größte Konkurrent Oracle - gegen große Zukäufe gesträubt und stattdessen das Wachstum aus eigener Kraft favorisiert. Die Marktteilnehmer reagierten unsicher auf die Nachricht von dem milliardenschweren Zukauf und schickten die SAP-Aktie auf Talfahrt.


Die Stimmung der SAP-Anleger verschlechterte sich im Laufe des Handelstages weiter, nachdem der Übernahmekandidat Business Objects eine Gewinnwarnung veröffentlicht hatte. Der französische Konzern warnte vor enttäuschenden Lizenzverkäufen und zeigte sich unzufrieden mit den Ergebnissen für das dritte Quartal. Die Aktie kann im Zuge der Übernahmespekulationen dennoch deutlich zulegen.

Air Berlin weiter im Höhenflug
Die Billigfluglinie Air Berlin plc konnte ihre Passagierzahl im September erneut steigern. Wie der im SDAX notierte Luftfahrtkonzern erklärte, wurden im Berichtsmonat insgesamt 2.454.637 Gäste befördert, was im Vergleich um Vorjahreswert einem Plus von 21 Prozent entspricht. Die Auslastung der Flugzeuge lag im September 2007 mit 83,6 Prozent 2,4 Prozentpunkte über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Damit verzeichnet der Billigflieger einen Rekordmonat.

Stahlhersteller zuversichtlich für Gesamtjahr
Die deutsche Stahlindustrie hat ihre Erwartungen an die Rohstahlproduktion in diesem Jahr erneut angehoben. Demnach geht der Branchenverband davon aus, dass die Produktion 2007 vorraussichtlich auf 48,6 Mio Tonnen steigen wird, nach sie im vergangenen Jahr um drei Prozent darunter lag.

ThyssenKrupp bestätigt Prognosen
Die positive Stimmung in der Stahlbranche hat auch den deutschen Stahlriesen ThyssenKrupp erfasst. Der Düsseldorfer Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 eigenen Angaben zufolge abermals einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Die detaillierte Jahresbilanz will das Unternehmen Anfang Dezember vorlegen.

Ölpreis sinkt heftig
Der-Ölpreis ist zum Ende des ersten Handelstages der Woche deutlich gesunken. Händler verwiesen auf die warmen Temperaturen und das allmähliche Ende der Hurrikan-Saison in den USA. Darüber hinaus erscheine die Angebots-Nachfrage-Situation für das vierte Quartal weniger angespannt als bisher befürchtet.

Euro geht leicht zurück
Die europäische Gemeinschaftswährung Euro, deren Höhenflug in den vergangenen Tagen vorübergehend gestoppt wurde geht er auch im aktuellen Handel weiter leicht zurück und fällt unter die Marke von 1,41 Dollar. Der positiv ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag hatte den Dollar gestützt.

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