03.01.2013 10:09

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S&P: US-Fiskalkompromiss ändert wenig an öffentlicher Haushaltslage


    LONDON (dpa-AFX) - Der jüngste Kompromiss im US-Haushaltsstreit ändert nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) wenig am unbefriedigenden Zustand der öffentlichen Finanzen Amerikas. Der politische Prozess sei nach wie vor durch eine geringere Stabilität, Effektivität und Vorhersehbarkeit gekennzeichnet, teilte die Agentur am späten Mittwochabend mit. "Wir glauben, dass diese Beschreibung immer noch zutrifft." S&P hatte den USA im Sommer 2011 die Bestnote entzogen. Der Ausblick für das Rating ist negativ, eine zusätzliche Abstufung ist damit möglich.

 

    Positiv vermerkte S&P, dass das Risiko einer Rezession infolge des Kompromisses verringert worden sei. Für 2013 rechnet die Agentur mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2,2 Prozent, 2014 wird ein Zuwachs um 2,7 Prozent erwartet.

 

    Zugleich warnte S&P jedoch vor großen Herausforderungen auf der Ausgabenseite. Damit wird auf die anstehenden Verhandlungen über Ausgabenkürzungen angespielt, die zeitlich mit der erforderlichen Erhöhung der Schuldenobergrenze zusammenfallen. Die Republikaner haben bereits angekündigt, die Schuldengrenze von derzeit 16,4 Billionen nur dann erhöhen zu wollen, falls die Regierung staatlichen Ausgabenkürzungen zustimmt. "Letztlich liegt noch viel Arbeit vor den Abgeordneten", resümiert S&P./bgf/jkr

 

 

Kommentare zu diesem Artikel

DiBoFfm schrieb:
03.01.2013 10:28:53

Am Beispiel Griechenland sieht man, dass vernünftige haushaltspolitische Entscheidungen nur unter Leidensdruck sustande kommen.
Der ist im Moment noch gering, wird aber steigen.

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