-->-->
23.11.2012 19:20
Bewerten
 (0)

S&P senkt Kreditwürdigkeit Ungarns um eine Stufe

   Von Andreas Plecko

   Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat der ungarischen Regierung einen Warnschuss vor den Bug gesetzt und die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft. Die "unorthodoxe Politik", die den Finanzsektor mit Sondersteuern belege, könnte das langfristige Wachstumspotenzial des Landes untergraben, warnten die Kreditwächter. Das könnte die Anstrengungen der Regierung, den Schuldenberg auf ein nachhaltiges Niveau zurückzuführen, zunichte machen.

   Die Agentur kappte das Rating für Staatsanleihen in Euro wie in ausländischer Währung auf BB von BB+ und damit eine Stufe tiefer in den Ramschbereich hinein. Der Ausblick wurde als stabil bezeichnet, was darauf hinweist, dass vorerst keine weiteren Abstufungen drohen. Das Rating rangiert somit weiterhin im oberen Bereich der Spekulationsklasse.

   In Ungarn tobt ein heftiger Streit um die 2010 eingeführte Bankensteuer. Die populistische Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban kündigte an, sie wolle die provisorischen Steuern für Finanzinstitute dauerhaft ins Gesetzbuch schreiben, um das Haushaltsdefizit unterhalb der Maximalgrenze der Europäischen Union zu halten.

   Seit Jahren schon geht die Regierung oft ungewohnte Wege, um das Haushaltsdefizit zu verringern, die Konjunktur anzutreiben und gleichzeitig ihre Macht über andere staatliche Institutionen wie etwa die Zentralbank oder die Gerichte zu erhöhen. Die Regierung hat damit starke internationale Kritik auf sich gezogen.

   Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   November 23, 2012 12:49 ET (17:49 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 49 PM EST 11-23-12

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX gibt nach ifo-Daten weiter nach -- Muss Apple 19 Milliarden an Steuern nachzahlen? -- Fielmann erhöht Quartalsüberschuss -- HP enttäuscht Anleger - Aktie sackt ab -- RTL Group im Fokus

Gold: Auf Viermonatstief abgerutscht. Frankreich bestreitet Lücken in Bericht über Renault-Emissionen. Wirtschaftspolitiker der Union wollen Steuersenkungen. Mehrheitseigner des Marktforschers GfK prüft angeblich Optionen.
Wer ist die bestbezahlte Schauspielerin der Welt im Jahr 2016?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die Top 10

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->