09.01.2013 10:01
Bewerten
(0)

SPD gegen Zypern-Rettung - Hilfsprogramm könnte sich verzögern

DRUCKEN
    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Wegen der Steuerdumping- und Geldwäschevorwürfe gegenüber Zypern will die SPD dem geplanten Hilfsprogramm für Zypern im Bundestag gegenwärtig nicht zustimmen. "Nach jetzigem Stand kann ich mir nicht vorstellen, dass deutsche Steuerzahler zypriotische Banken retten, deren Geschäftsmodell auf der Beihilfe zum Steuerbetrug basiert", sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Wenn Frau Merkel für ein Zypern-Paket die Zustimmung der SPD haben will, müsste sie sehr gute Gründe haben. Die sehe ich aber gegenwärtig nicht."

 

    Da auch die Grünen Vorbehalte haben und über 20 Koalitionsabgeordnete die Euro-Politik der eigenen Regierung grundsätzlich ablehnen, gerät Merkels Mehrheit im Bundestag damit erstmals ernsthaft in Gefahr. In Regierungskreisen hieß es laut "SZ" daher, die Kanzlerin werde dem Parlament nur dann ein Paket vorlegen, wenn Nikosia "radikale Reformen" einleite. Merkel wird am Freitag an einer Konferenz der konservativen Parteien Europas auf Zypern teilnehmen. Bilaterale Treffen mit Politikern des Landes sind laut "SZ" bisher nicht vorgesehen. Zypern soll Kredite in Höhe von 17,5 Milliarden Euro erhalten. Zwölf Milliarden sind für den Bankensektor vorgesehen. Viele Russen haben bei den Banken des Landes ihr Geld angelegt. Dem Land wird immer wieder vorgeworfen, nicht hart genug gegen die Geldwäsche vorzugehen.

 

    Bis eine Entscheidung im Bundestag notwendig wird, könnte es allerdings auch noch dauern. Nach Informationen des "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) wollen die Euro-Finanzminister erst Anfang März ein Rettungspaket bewilligen. Bisher war die Entscheidung für den 21. Januar erwartet worden. Die Verhandlungen zwischen den Geldgebern und Zypern stecken laut der Zeitung derzeit fest. Deshalb wolle man die bevorstehende Präsidentschaftswahl abwarten, schreibt das Blatt unter Berufung auf EU-Diplomaten. Die beiden Wahlgänge sind für den 17. und 24. Februar vorgesehen. Die Eurozone spekuliert laut dem Bericht auf einen Machtwechsel. Der amtierende Präsident Dimitris Christofias lehnt den Verkauf von Staatsbetrieben ab. Auch in Berlin sei man über die geringe Reformbereitschaft von Christofias verärgert./jsl/bgf

Melden Sie sich jetzt an!

Wäre es nicht genial, wenn Sie für jede Marktsituation und jedes Anlagebedürfnis den passenden ETF hätten? Welche ETFs sich wann und wofür am besten eignen, erfahren Sie im Online-Seminar am 12. Dezember.
Hier zum ETF-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Webinar: Der große Ausblick auf 2018!

Am 13. Dezember gibt Simon Betschinger von TraderFox im Anlegerclub der Börse Stuttgart einen Ausblick auf das kommende Börsenjahr. Dabei nimmt er ausgewählte Aktien unter die Lupe und erklärt, warum er genau diese Werte für besonders aussichtsreich hält.
Jetzt kostenfrei registrieren
und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Dow Jones endet fester -- Bitcoin steigt nach Start des ersten Terminkontrakts -- Uniper, Deutsche Post, BVB, Siemens im Fokus

LANXESS ist wohl an Spezialchemie-Geschäft von Akzo Nobel interessiert. Apple kauft Musikerkennungs-App Shazam. Adidas schwächeln weiter - Experte: Anleger schichten um. Zurich Insurance baut Australien-Geschäft mit Milliardenübernahme aus. 3M verkauft Sparte Communication Markets für 900 Millionen Dollar. Experten rechnen fest mit Zinserhöhung in den USA.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
BVB (Borussia Dortmund)549309
Volkswagen (VW) St.766400
Nokia Oyj (Nokia Corp.)870737
MorphoSys AG663200
BB BIOTECH AGA0NFN3
Merck KGaA659990
Rocket Internet SEA12UKK
First Cobalt CorpA2ASGU
Berkshire Hathaway Inc. BA0YJQ2
Aareal Bank AG540811
Procter & Gamble Co.852062
Upco International Inc Registered ShsA2H7JC
Cisco Inc.878841
SGL Carbon SE723530