BAD VILBEL (dpa-AFX) - Deutschlands drittgrößter Generikahersteller STADA <SAZ.ETR> sieht gute Chancen, durch die vierte Runde der AOK-Rabattverträge den Marktanteil in Deutschland weiter auszubauen. Dies geht aus der aktuellen Präsentation hervor, die das Unternehmen am Mittwoch auf seiner Internetseite veröffentlichte. Anfang Juni waren die hart umkämpften Rabattverträge aus der dritten Runde für die Jahre 2010/2011 in Kraft getreten. STADA habe bei der Ausschreibung ein gutes Ergebnis erzielt und könne dadurch den Marktanteil auf bis zu 18 Prozent steigern, hatte Konzernchef Hartmut Retzlaff bei Vorlage der Quartalszahlen Mitte Mai gesagt.
Trotz hohen Preisdrucks von den Krankenkassen steigerte STADA seinen Generika-Umsatz in Deutschland in den ersten drei Monaten um drei Prozent und baute den Marktanteil auf 13,2 Prozent (VJ: 12,3) aus. Der Markt für Nachahmermedikamente ist von hohen Rabatten und sinkenden Margen gekennzeichnet.
Die Allgemeine Ortskrankenkasse AOK will im August die nächste Ausschreibung für 94 Wirkstoffe mit einem Umsatzvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro starten. Unter den Wirkstoffen seien auch bedeutende wie der Magensäureblocker Pantoprazol, hatte der Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg und Chefunterhändler der bundesweiten Arzneirabattverträge, Christopher Hermann, kürzlich gesagt. Die AOK Baden-Württemberg handelt die Rabatte für die Generika, also Medikamente, deren Patentschutz abgelaufen ist, federführend für bundesweit alle AOK aus. Die AOK hat bundesweit 24 Millionen Versicherte./ep/stw