11.12.2012 23:21
Bewerten
(0)

'SZ': Deutschland und Frankreich finden Kompromiss bei Bankenaufsicht

DRUCKEN
    MÜNCHEN  (dpa-AFX) - Nur wenige Stunden vor dem Sondertreffen aller europäischen Finanzminister am Mittwoch in Brüssel haben sich deutsche und französische Unterhändler nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in bilateralen Gesprächen auf einen Kompromiss für die geplante zentrale Aufsicht über die Banken der Euro-Länder geeinigt. "Das ist der Durchbruch, auf den wir gewartet haben", zitierte das Blatt einen hohen EU-Diplomat am Dienstagabend. Die deutsch-französische Einigung lasse die Chancen "deutlich wachsen", an diesem Mittwoch einen Beschluss aller Finanzminister über die gesetzlichen Grundlagen der zentralen Aufsicht zu erzielen. Ganz sicher sei dies allerdings immer noch nicht, da einige Nicht-Euro-Länder, vor allem Großbritannien, Schweden und Tschechien, zusätzliche Stimmrechte durchsetzen wollten. "Die Forderungen einiger Nicht-Euro-Länder sind das letzte große Problem", sagte er.

 

    Die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Länder hatten Ende Juni beschlossen, eine gemeinsame Aufsicht für die Banken der Währungsgemeinschaft einzurichten. Sie sollte der erste Schritt hin zu einer Bankenunion sein, die langfristig durch zwei europäische Fonds zur Restrukturierung beziehungsweise Abwicklung finanzschwacher Banken und zur Sicherung von Spareinlagen ergänzt werden soll. Sobald die Aufsicht, die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelt sein sollte, effizient arbeitsfähig wäre, sollte es zudem die Möglichkeit geben, dass überwachte finanzschwache Banken direkt auf Kredite aus dem Euro-Rettungsfonds zugreifen können.

 

    Laut der "SZ" einigten sich Berlin und Paris darauf, dass die EZB direkt alle systemrelevanten sowie solche Banken beaufsichtigen soll, die staatlich gestützt werden. Die anderen Banken sollen weiterhin von nationalen Aufsehern kontrolliert werden. Die EZB bekomme jedoch das Recht, den nationalen Aufsehern Anweisungen zu erteilen und die Aufsicht über jede Bank in begründeten Fällen an sich zu ziehen.

 

    Die Unterhändler beider Länder einigten sich der Zeitung zufolge zudem auf die Modalitäten, nach denen die Europäische Bankenaufsicht (EBA) strittige Entscheidungen zwischen dem sechsköpfigen Direktorium der EZB und dem Aufsichtsrat, in dem vor allem die nationalen Aufseher sitzen, auflösen könne. Die neue Aufsicht über die Banken der Euro-Zone solle zunächst 200 Experten umfassen. Das Personal werde von der EZB eingestellt, nationale Aufseher könnten zeitlich befristet Mitarbeiter entsenden./she

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Vier Gewinneraktien der Autorevolution

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt wurde deutlich: Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Alle großen Automobilhersteller stellen ihre Produktionslinien um. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche vier Aktien durch autonomes Fahren und Elektromobilität auf der Gewinnerseite stehen könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt freundlich -- Dow schließt weit im Plus -- eBay-Aktie nachbörslich schwach: Bilanz enttäuscht -- IPO: Neue Varta-Aktien zu Höchstpreisen -- Bitcoin, BVB, Rio Tinto, Zalando, IBM im Fokus

US-Notenbank Fed: Wirtschaft wächst trotz Hurrikanen weiter. PUMA-Aktie legt zu: Prognose nach kräftigen Zuwächsen erneut angehoben. HOCHTIEF legt Gegenangebot für Mautstraßen-Betreiber Abertis vor. Mitsubishi will Absatz kräftig steigern.

Top-Rankings

KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Siebenstelliges Jahresgehalt
In diesen Bundesländern leben die Bestverdiener

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
CommerzbankCBK100
Millennial Lithium CorpA2AMUE
Apple Inc.865985
Bitcoin Group SEA1TNV9
Infineon AG623100
GeelyA0CACX
EVOTEC AG566480
Amazon906866
E.ON SEENAG99
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750