23.05.2013 11:50
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Salzgitter will keine Sparten verkaufen

   Von Hendrik Varnholt

   Der niedersächsische Stahlhersteller Salzgitter will auch an verlustreichen Sparten festhalten. Das Unternehmen plane eine Sanierung ohne den Verkauf von Konzernteilen, sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann zu Beginn der Hauptversammlung in Braunschweig. Selbst Salzgitters "kritischsten Fall", die notleidende Profilstahlabteilung, wolle das Unternehmen "selbst sanieren". Wie das konkret gelingen soll, erklärte Fuhrmann den Aktionären nicht. Er sagte, die "Vorschläge zur neuen Konzernstruktur" müsse der Vorstand erst dem Aufsichtsrat vorstellen.

   Dabei kann Salzgitter nicht auf bessere Rahmenbedingungen hoffen. Das Unternehmen leidet unter der schwachen Stahlnachfrage in vielen Ländern Europas und deshalb auch unter niedrigen Preisen. Anfang Mai musste der Konzern angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten eine Gewinnwarnung veröffentlichen: Vor Steuern dürfte demnach im Jahr 2013 ein Verlust "im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich" anfallen, wie Fuhrmann nun bestätigte. Schon im vergangenen Jahr hatte Salzgitter einen Vorsteuerverlust von 29,4 Millionen Euro verbucht. Die Dividende will das Unternehmen von 45 Cent im Vorjahr auf 25 Cent senken.

   Mitverantwortlich sind hohe Kosten. Die Rohstoffpreise orientierten sich an der hohen Nachfrage etwa in China, sagte Fuhrmann am Donnerstag. Auch hohe Ausgaben für Strom und Gas machten Salzgitter zu schaffen. Bei Energiepreisen wie in den USA würde das Ergebnis des Konzerns nach Worten von Fuhrmann um rund 140 Millionen Euro höher ausfallen. "Wir wären selbst heute satt im Gewinnbereich", sagte er und warnte vor weiteren Belastungen etwa durch Änderungen am Erngeuerbare-Energien-Gesetz.

   "Wir sollten nicht auf positive Impulse von außen, auf Marktbelebungen oder deutliche Erlössteigerungen warten. Diese werden so schnell nicht eintreten", warnte Fuhrmann vor den Aktionären. Salzgitter hatte schon frühere einen tiefgreifenden Konzernumbau angekündigt. Fuhrmann sagte nun: "Die neue Organisation muss eindeutig und schlank sein." Der Vorstandschef hatte im März von einer Rosskur gesprochen und auch einen Stellenabbau angekündigt. Dies konkretisierte er aber auch zu Beginn der Hauptversammlung nicht.

   Fuhrmann gab sich gleichwohl optimistisch. Salzgitter sei mit einer Eigenkapitalquote von rund 40 Prozent "finanziell gesund". Die Aktionäre bittet der Konzern zwar "vorsorglich" darum, die Genehmigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen zu erneuern. Eine Ausgabe solcher Papiere sei allerdings "derzeit nicht konkret geplant", sagte Fuhrmann.

   Auf der Hauptversammlung stehen auch Aufsichtsratswahlen an. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn stellt sich dabei nicht mehr zur Verfügung.

   Kontakt zum Autor: hendrik.varnholt@dowjones.com

   DJG/hev/kla

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   May 23, 2013 05:39 ET (09:39 GMT)

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