Von Eyk Henning, Nico Schmidt und Christoph Rauwald
DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Der verschuldete Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler plant offenbar eine umfangreiche Neuordnung seiner Refinanzierungsmöglichkeiten. Mithilfe der angedachten Maßnahmen sollen die Kosten merklich zurückgeschraubt werden, wie drei mit der Situation vertraute Personen am Freitag zu Dow Jones Newswires sagten.
Das Maßnahmenpaket könnte laut den Informanten möglicherweise noch heute oder aber in den nächsten Tagen offiziell bekanntgegeben werden. Von Schaeffler war kein Kommentar zu den Informationen zu erhalten.
Der Auto- und Industriezulieferer verhob sich 2008 bei dem Versuch, den deutlich größeren Konkurrenten Continental zu übernehmen. Seitdem plagt das Familienunternehmen ein enormer Schuldenberg: Per Ende September stand Schaeffler mit rund 7,1 Milliarden Euro bei den Banken in der Kreide.
Ende März 2011 hatte Schaeffler einen Teil seiner Conti-Aktien verkauft und die Verbindlichkeiten mit dem Erlös ein Stück zurückgefahren. Hatten die Herzogenauracher vorher Zugriff auf drei Viertel von Conti, sind es nach dem Anteilsverkauf nur noch 60 Prozent.
Die nun bevorstehende Neuordnung der Refinanzierung könnte laut den Informanten mit einem deutlichen Umbau des kreditgebenden Bankenkonsortiums einhergehen. Einer der großen Schaeffler-Gläubiger ist die schlingernde Commerzbank. Deutschlands zweitgrößte Bank dürfte ihr Engagement bei den Franken deutlich zurückfahren, wie die mit der Situation vertrauten Personen sagten.
Das Frankfurter Geldhaus will die verschärften Eigenkapitalanforderungen der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) aus eigener Kraft und ohne neue Staatshilfen erfüllen. Zu diesem Zweck sollen weitere Risikoaktiva abgebaut werden.
-Von Eyk Henning, Nico Schmidt und Christoph Rauwald, Dow Jones Newswires, +49 - 0(6)69 297 25 114;
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January 27, 2012 11:30 ET (16:30 GMT)
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