13.12.2012 08:10
Bewerten
 (0)

Schäuble: EU-Bankenaufsicht dürfte bis März stehen

   Von William Boston

   BRÜSSEL--Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält es für möglich, dass die neue Bankenaufsicht in der Europäischen Union bis März steht. Nach einer langen Verhandlungsnacht hatten die 27 Finanzminister der Union in der Nacht zum Donnerstag beschlossen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) künftig die größten Kreditinstitute in der Eurozone überwacht. "Wir haben uns auf die Hauptpunkte für die Schaffung einer europäischen Bankenaufsicht geeinigt", sagte Schäuble zu Journalisten. "Wir bringen Europa Schritt für Schritt vorwärts."

   Die nationalen Parlamente seien nun in der Lage, die neue Bankenaufsicht bis Ende Februar zu ratifizieren. "Die neue Bankenaufsicht sollte bis zum 1. März stehen", sagte Schäuble. Die Finanzminister hätten sich auf eine klare Trennung der Zuständigkeit von nationalen Aufsichtsbehörden und der neuen europäischen Bankenaufsicht geeinigt.

   Die neue Aufsicht werde über Geldinstitute wachen, deren Bilanzsumme 30 Milliarden Euro oder mehr beträgt und die Behörde werde innerhalb der EZB geschaffen, sagte Schäuble. Deutschland und einige andere Länder hatte die Sorge umgetrieben, dass die EZB das letzte Wort bei der Regulierung der Banken haben würde. Damit könnte die Trennlinie zwischen Aufsicht und Geldpolitik verwischt und die Unabhängigkeit der EZB untergraben werden.

   Schäuble sagte, Deutschland habe seine Vorstellungen über die Befugnisse der EZB als neuer Bankenaufseher durchsetzen können. "Wir haben sichergestellt, dass der Rat der EZB nicht das letzte Entscheidungsrecht hat" bei der Regulierung der Banken, fügte der Minister hinzu. Die europäische Aufsichtsbehörde könne Empfehlungen an nationale Aufsichtsämter zur Regulierung von Bankgruppen aussprechen, aber nicht für einzelne Institute.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   December 13, 2012 01:40 ET (06:40 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 40 AM EST 12-13-12

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX fester -- Dow stabil -- Commerzbank-Gewinn sackt um ein Drittel ab -- Analyst: Apple hat beste Zeiten hinter sich -- VW, Covestro, Kontron im Fokus

McDonald's enttäuscht mit mageren Quartalszahlen. DuPont vor Fusion mit Dow Chemical mit kräftigem Gewinnsprung. Diese Aktien sollten Anleger kaufen, wenn Donald Trump US-Präsident wird. Hiobsbotschaft aus britischer Wirtschaft schreckt Währungshüter auf. Finanzchef verlässt METRO-Tochter Media-Saturn.
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die wertvollsten Marken 2016

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wo hat man am meisten Urlaub?
Rohstoff-Performer im ersten Halbjahr 2016
DAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
Welche deutsche Stadt ist bereit für die Zukunft?
TecDAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?