15.05.2013 13:20
Bewerten
 (0)

Schäuble: Japanische Notenbank druckt ein bisschen viel Geld

   Von Andreas Kißler

   BERLIN--Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Kritik an der derzeitigen Geldpolitik der japanischen Zentralbank geäußert. "Sie druckt ein bisschen viel Geld, die japanische Notenbank", sagte Schäuble bei einer Diskussionsveranstaltung mit Schülern. "Das wird dann angelegt, deshalb gehen auch in Europa die Anleihepreise runter", kritisierte der Finanzminister. Zwar habe dies Vorteile, weil zum Beispiel der deutsche Staat geringere Zinsen zahlen müsse, es schaffe aber zum Beispiel auch Probleme für die Lebensversicherer.

   In der Diskussion zum Thema Euro verteidigte Schäuble den eingeschlagenen Weg zur Rettung Zyperns, mit dem eine Beteiligung von Gläubigern und Sparern verbunden ist. "Jetzt haben wir es zum ersten Mal richtig gemacht bei Zypern", sagte er. Schäuble zeigte sich überzeugt, dass Zypern die Rettungskredite wieder zurückzahlen werde. "Die werden das auch wieder zurückzahlen", sagte er. "Das wird aber Zeit brauchen."

   Fortschritte konstatierte er in Griechenland, das dabei sei, sich wirtschaftlich zu erholen. "Es wird Zeit brauchen, also, in zwei Jahren sind die noch nicht über den Berg", erklärte Schäuble. "Aber sie sind jetzt schon in einer besseren Entwicklung." Teilweise nehme die Arbeitslosigkeit schon ab.

   Schäuble eröffnete mit der Diskussion mit rund 75 Schülerinnen und Schülern von drei Berliner Oberschulen eine Infotour, mit der das Finanzministerium an den Schulen für den Euro und Europa werben will. Bis Mitte Juni 2013 führt dazu nach Angaben des Finanzministeriums der Bildungsträger Bürger Europas im Auftrag des Ministeriums 50 Informationsveranstaltungen an allgemein- und berufsbildenden Schulen in ganz Deutschland durch.

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com

   DJG/ank/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   May 15, 2013 06:51 ET (10:51 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 51 AM EDT 05-15-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?