Schäuble betont Ablehnung von Schuldenschnitt für Griechenland
Von Susann Kreutzmann
BERLIN--Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich erneut gegen einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland ausgesprochen. In einer Zeit, in der Griechenland mit neuen Garantien geholfen werde, könnten nicht die Schulden gekürzt werden, sagte der Minister. "Das würde ins Nirwana führen", fügte Schäuble hinzu. Dieser Weg widerspreche dem Haushaltsrecht. Schäuble betonte sein Unverständnis über den Vorschlag des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach einem weiteren Schuldenschnitt.
"Eine gemeinsame Währung ist nur stabil, wenn sich alle an die Regeln halten", sagte Schäuble. Er verwies darauf, dass im gemeinsamen Währungsraum Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Ländern "gnadenlos" aufgedeckt würden. Deshalb müsse der Druck nach Strukturreformen aufrecht erhalten werden, schlussfolgerte Schäuble. Es gehe darum, Verantwortung für die Stabilität des Euro zu zeigen.
Gleichzeitig appellierte der Finanzminister an die Industrieländer, ihre Schulden abzubauen. In allen Industrienationen sei die Schuldenquote zu hoch, sagte Schäuble. Diese müsse reduziert werden, denn ansonsten trete mittelfristig ein wachstumsmindernder Effekt ein. Der Minister verwies darauf, dass in den USA die Schuldenquote doppelt so hoch wie im Euroraum sei.
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November 22, 2012 09:14 ET (14:14 GMT)
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