25.02.2013 10:28
Bewerten
 (0)

Schäuble und Moscovici fordern signifikante Einsparungen in Zypern

   Von Christian Grimm

   Die Finanzminister Deutschlands und Frankreichs fordern vom frisch gewählten zyprischen Präsidenten einen energischen Sparkurs. In einer gemeinsamen Presseerklärung von Wolfgang Schäuble und Pierre Moscovici heißt es, dass Reformprogramm solle "signifikante finanzielle, fiskalische und strukturelle Anpassungen erreichen."

   Beide Minister sprechen sich für rasche Verhandlungen aus, so dass eine Einigung zum Zypern-Problems noch vor Ende März erzielt werden kann. Sie verlangen von dem überschuldeten Euro-Mitglied als Vorbedingung für Hilfe, dass die Gesetze gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung genau umgesetzt werden. Schäuble und Moscovici zeigten sich zuversichtlich, dass die neue Regierung das Reformtempo spürbar beschleunigen wird.

   Am Sonntag hatte der konservative Nikos Anastasiadis die Präsidentschaftswahlen klar gewonnen. Nach dem vorläufigen Endergebnis sicherte er sich bei der Stichwahl 57,48 Prozent der Stimmen. Damit hätte er so gut abgeschnitten wie kein anderer Präsidentschaftskandidat in den letzten 30 Jahren. Anastasiadis fällt nun die Aufgabe zu, sein Land aus der Krise zu führen. Er tritt sein Amt als Staats- und Regierungschef am kommenden Freitag an.

   Im Gegensatz zu seinem Vorgänger gilt der pro-europäische Anastasiadis als Befürworter eines strikten Sparkurses und für viele europäische Regierungschefs war er ein Wunschkandidat bei den Wahlen. Auch zu Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der 66-Jährige gute Beziehungen. Sein Land ist auch auf die Hilfe der EU-Partner angewiesen.

   Schätzungen zufolge braucht das seit zwei Jahren von den internationalen Finanzmärkten abgeschnittene Zypern bis zu 17,5 Milliarden Euro - die Summe entspricht seiner jährlichen Wirtschaftsleistung - und soll vor allem den zyprischen Bankensektor retten, der von der Krise im benachbarten Griechenland hart getroffen wurde.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/chg/hab

   (END) Dow Jones Newswires

   February 25, 2013 03:57 ET (08:57 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 57 AM EST 02-25-13

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX zieht an -- Arbeitslosenzahl sinkt -- Infineon geht vorsichtig in herausforderndes Jahr -- BASF in den USA verklagt -- Amazon, Google im Fokus

GoPro entwickelt eigene Drohnen. Daimler streicht in Mannheim bis 2021 rund 500 Stellen. Allianz erwartet 2014 Ende des Kundenschwunds in Deutschland. Chinas Notenbank versorgt Geschäftsbanken mit Geld. Kritik an massiver Datensammlung in Uber-App für Android. FMC erweitert Rahmen von Kreditvereinbarung.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?