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27.09.2012 08:38

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SCHLECHTER ALS ERWARTET

Spanien muss Defizitquote 2011 revidieren


Die spanische Regierung wird einem Zeitungsbericht zufolge die Zahlen zum Haushaltsdefizit 2011 nach oben korrigieren müssen.

Die Berechnungen müssten auch die Mittel berücksichtigen, die Spanien für die Verstaatlichung von drei Banken aufgewendet habe, berichtet die Zeitung El Pais in der Internet-Ausgabe. Die Liquiditätsspritzen beliefen sich auf 11 Milliarden Euro oder rund 1 Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP), heißt es in dem Bericht weiter. Damit würde das Defizit im Verhältnis zum BIP im vergangenen Jahr bei knapp 10 Prozent gelegen haben. Zuletzt war ein Wert von 8,9 Prozent ausgewiesen worden.

   Spanien hatte mit der EU vereinbart, das Defizit im laufenden Jahr auf 6,3 Prozent zu senken. An diesem Donnerstag will die spanische Regierung den Haushalt für 2013 vorlegen. Unterdessen gingen die Demonstrationen gegen weitere Sparmaßnahmen am Mittwoch weiter.

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Spaniens Krise im Zeitraffer:

 

Platz 19: 2006/2007

Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, die Baubranche, bricht zusammen. Schuld ist das Platzen der Immobilienblase, von der Spanien vorher über rund eine Dekade gut profitieren konnte. Die hohen Immobilienpreise lassen sich nicht mehr rechtfertigen, Zinsen steigen, Schuldner können Raten nicht mehr bedienen. Der private Konsum leidet, die gesamte spanische Wirtschaft wankt.

Bildquellen: istock/Jaap Hart

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