26.08.2013 07:43
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HRE stößt irische Tochter Depfa ab

Schrittweiser Rückzug
Die Hypo Real Estate, kurz HRE, plant laut einem Medienbericht den Verkauf ihrer irischen Tochter Depfa. Damit bereite der Bund seinen schrittweisen Rückzug aus der 2009 wegen ihres Zusammenbruchs verstaatlichten Bank HRE vor.
In den nächsten Wochen soll ein offizielles Bieterverfahren beginnen, berichtet das Magazin "Spiegel". Damit bereite der Bund seinen schrittweisen Rückzug aus der 2009 wegen ihres Zusammenbruchs verstaatlichten Bank HRE vor. Die Dubliner Niederlassung hatte wesentlichen Anteil daran, dass die HRE vom Staat gerettet werden musste.

   Aktuell lägen in der Depfa noch Staats- und Immobilienfinanzierungen im Umfang von 62 Milliarden Euro, berichtet das Blatt weiter. Nach einer EU-Auflage darf die Sparte kein Neugeschäft betreiben, sie wird abgewickelt. Als mögliche Käufer gelten Finanzinvestoren oder außereuropäische Banken, die Interesse am Know-how für Pfandbriefgeschäfte haben und glauben, die Altbestände mit Gewinn verwerten zu können, heißt es weiter.

   Ein HRE-Sprecher wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren, das Bundesfinanzministerium dagegen schon: "Im Rahmen des von der EU-Kommission auferlegten Privatisierungsprozesses des HRE-Konzerns steht als nächster Schritt eine Privatisierung der Depfa plc an. Es liegt in den Händen von Vorstand und Aufsichtsrat der Hypo Real Estate, diesen Prozess zu steuern. Das Bundesministerium der Finanzen ist zuversichtlich, dass innerhalb des vorgegebenen Zeitplans eine tragfähige Lösung herbeigeführt wird", ließ ein Sprecher des Ministeriums mitteilen.

   2014 soll auch die Privatisierung des HRE-Nachfolgeinstituts Deutsche Pfandbriefbank eingeleitet werden. Dort sind jene Geschäfte gebündelt, die fort geführt werden. Ein Großteil der alten HRE wurde schon 2010 zur Abwicklung in eine Bad Bank überführt.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/flf Dow Jones Newswires

Bildquellen: Rufous / Shutterstock.com
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